Neue Technologie unterstützt Sicherheit der Stromübertragung

09.12.15  11:00 | Artikel: 963329 | News-Artikel (e)

Neue Technologie unterstützt Sicherheit der StromübertragungDie Übertragungsnetzbetreiber Amprion und TransnetBW haben gestern gemeinsam mit ihrem Technologiepartner Siemens in München die geplante Technik der ULTRANET-Konverter vorgestellt.

ULTRANET gehört zu den wichtigsten Projekten der Energiewende. Das Herzstück sind die Umrichter am Anfang und Ende der Leitung. Sie verbinden ULTRANET mit dem Wechselstromnetz, indem sie Wechsel- in Gleichstrom umwandeln und umgekehrt.

Die Anlagen werden zu den modernsten ihrer Art zählen. Neu ist unter anderem die „Vollbrückentechnologie“. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Netzspannung regulieren und stabilisieren – eine Funktion, die heute vor allem konventionelle Kraftwerke übernehmen. Somit können die Konverter im Notfall auch den Wiederaufbau des Netzes nach einem Stromausfall unterstützen. Ein weiterer Vorteil: Die Umrichter können Gleichspannung sehr schnell ändern, etwa bei Störungen durch einen Blitzschlag und verhindern, dass Verbindungen für längere Zeit unterbrochen werden.

Über ULTRANET
ULTRANET ist ein Gemeinschaftsprojekt von Amprion und TransnetBW. Es bildet den südlichen Teil einer der geplanten Stromleitungen in HGÜ-Technik aus Norddeutschland in den Süden. Die Notwendigkeit der 340 Kilometer langen Verbindung wurde 2012 im Netzentwicklungsplan als Korridor A-Süd (Osterath-Philippsburg) dargestellt und mit der Verabschiedung des Bundesbedarfsplans (Projekt Nr. 2) gesetzlich verankert. Bei ULTRANET wird erstmalig eine Gleichstromleitung gemeinsam mit einer bereits existierenden 380.000 Volt- Wechselstromleitung auf einem Mastgestänge geführt werden.




(Quelle: Amprion, TransnetBW)


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