WAZ: RWE-Chef erwägt Aufspaltung des Konzerns - Verstärkt Investitionen in erneuerbare Energien geplant

16.11.15  09:15 | Artikel: 963248 | News-Artikel (e)

WAZ: RWE-Chef erwägt Aufspaltung des Konzerns - Verstärkt Investitionen in erneuerbare Energien geplant
RWE-Vorstandschef Peter Terium
By EssentNieuws CC BY-SA 2.0
via Wikimedia Commons
3Der Chef des Essener Energieversorgers RWE, Peter Terium, stellt die rund 60.000 Beschäftigten des Unternehmens auf anhaltend schwierige Zeiten ein und hält sich eine Aufspaltung des Konzerns offen.

"Wir haben zu kämpfen", sagte Terium der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Samstagausgabe). Die Krise sei "noch nicht ausgestanden". Zugleich verwies der RWE-Chef auf Fortschritte. "Wir haben unsere Schulden abgebaut, Ballast abgeworfen, uns effizienter aufgestellt und das Unternehmen solide durchfinanziert. Gleichzeitig haben wir einen Kulturwandel im Unternehmen auf den Weg gebracht."

Auch eine Aufspaltung des Konzerns sei eine Option, sagte Terium der WAZ. "Wir halten uns Handlungsoptionen offen", erklärte er. Derzeit setzt RWE praktisch auf die komplette Palette der Energiewirtschaft - mit Stromerzeugung durch große Kohle-, Gas- und Kernkraftwerke sowie erneuerbare Energien, mit einem Netzgeschäft und Vertrieb. "Wir sehen aber, dass die konventionelle Stromerzeugung angesichts sinkender Börsenstrompreise immer schwieriger wird", räumte Terium ein. Der RWE-Konkurrent Eon hat bereits entschieden, sich von der Stromerzeugung in großen Kohle- und Gaskraftwerken zu trennen.

Investitionen plane RWE insbesondere in Windenergie und neuerdings auch in große Photovoltaikanlagen, betonte Terium. In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind große Solarparks geplant. Hier will sich RWE an Ausschreibungen mit regionalen Partnern beteiligen. Großes Potenzial gebe es auch in Ägypten. Auch das Geschäft rund um Energiedienstleistungen, mit dem RWE aktuell 500 Millionen Euro umsetze, und die Gebäudetechnik bieten nach Einschätzung von Terium "vielfältige Chancen". Außerdem werde RWE massiv Geld in neue Energienetze stecken.




(Quelle: WAZ)


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