BSI: Opfer von Cybercrime setzen danach nicht auf höheren Schutz

13.11.15  12:00 | Artikel: 963241 | News-Artikel (e)

BSI: Opfer von Cybercrime setzen danach nicht auf höheren SchutzWelche Sicherheitsempfehlungen setzen Internetnutzer um? Können Internetnutzer eine mögliche Straftat im Internet erkennen und wie handeln sie in solchen Situationen?

Das fragten die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bei einer Online-Umfrage die Besucher ihrer Webseiten. Ziel der Umfrage war zu erfahren, wie kompetent Bürgerinnen und Bürger mit den Gefahren des digitalen Alltags umgehen.

Das Ergebnis zeigt, dass die Internetnutzer über aktuelle Sicherheitsprobleme informiert werden wollen, denn Sicherheit ist für die meisten von ihnen ein wichtiger Aspekt im zunehmend vernetzten Leben. Eigene Erfahrungen mit Cyberkriminalität sind dagegen nur für rund die Hälfte der Betroffenen ein Grund, weitere Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

“Die Ergebnisse der Umfrage zeigen uns, dass IT-Sicherheit und die Sicherheit der eigenen Daten für die Nutzer zunehmend wichtiger werden“, sagt Michael Hange, Präsident des BSI. „Antivirenprogramme oder ein automatisches Update-Management sind fest bei den Nutzern etabliert, andere Schutzmaßnahmen wie der Internetzugriff ohne Administratorrechte oder die verschlüsselte E-Mail-Kommunikation werden eher selten umgesetzt. Hier können wir ansetzen, um das Schutzniveau im Internet weiter anzuheben.“

Ergebnisse aus der Online-Umfrage der Polizei und des BSI im Überblick

  • 1724 Teilnehmer (männlich: 79,4 %, weiblich: 20,6%)
  • 51,4% setzen aktuelle Sicherheitsempfehlungen sofort um, bei weiteren 20% laufen Updates automatisch über das System.
  • 860 Befragte könnten eine mögliche Straftat im Internet erkennen.
  • Von den 565 Personen, die Opfer von Internetkriminalität geworden sind, haben sich nur 15 (6%) an die Polizei gewandt.




Die Online-Umfrage anlässlich des Europäischen Monats der Cyber-Sicherheit im Oktober sollte die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren – und zu einem verbesserten Informationsangebot der beiden Partner beitragen.




(Quelle: BSI)


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