Modellprojekte zur Elektromobilität im Ländlichen Raum

12.11.15  09:35 | Artikel: 963236 | News-Artikel (e)

Modellprojekte zur Elektromobilität im Ländlichen Raum
Alexander Bonde
Minister für Ländlichen
Raum und Verbraucherschutz
Bild: bw.de
3Die gute Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes, von Ärzten, Apotheken, Schulen oder Geschäften ist ein ganz wesentlicher Faktor bei der Zukunftssicherung der Städte und Gemeinden im Ländlichen Raum. Wie innovativ und engagiert die Menschen vor Ort mit dieser Herausforderung umgehen, zeigen landesweit 20 Modellkommunen, die sich am Ideenwettbewerb «Elektromobilität Ländlicher Raum» beteiligt haben.

„Ob E-Carsharing, Elektro-Mobile Schule oder E-Mobilität von Bürgern für Bürger: In den ländlichen Gemeinden gibt es ein erhebliches Potenzial für nachhaltige, umwelt- und klimafreundliche Mobilitätslösungen und ein hohes bürgerschaftliches Engagement. Wie gut die Elektromobilität bereits in der Fläche angekommen ist, zeigen auf beeindruckende Weise unsere e-mobilen Modellprojekte in 20 Städten und Gemeinden im Land“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, beim Fachkongress ECOMOBIL 2015 in Offenburg. Auf der Messe präsentieren sich alle am Ideenwettbewerb beteiligten Modellkommunen mit ihren Projekten einem breiten Fachpublikum und informieren über den Verlauf der Projekte und die dabei gewonnenen Erfahrungen.

Um zu erproben, wie sich nachhaltige Mobilitätskonzepte wie Bürgerbusse, Bürgerrufautos oder Carsharing-Angebote auf Basis der Elektromobilität im Alltag ländlich geprägter Städte und Gemeinden bewähren und um innovative Lösungsansätze überall im Land auszutesten, fördert das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz die kommunalen und interkommunalen Modellprojekte. „Von den Erfahrungen dieser Pioniere profitieren nun alle Gemeinden und Städte im Land“, sagte Bonde. Die Ergebnisse wurden in einer Broschüre zusammengestellt, die heute veröffentlicht wird.

Die Landesregierung hat im Dezember 2011 die Landesinitiative Elektromobilität II auf den Weg gebracht, die das Land im Zeitraum von 2012 bis 2015 mit insgesamt 50 Millionen Euro fördert. Die Maßnahmen reichen von e-mobilen Carsharing-Systemen über die Elektrifizierung des Landesfuhrparks und Beratungsgutscheine für kleine und mittlere Unternehmen bis hin zu Vorhaben der Grundlagen- und angewandten Forschung.

Die Landesinitiative Elektromobilität II umfasst auch den Ideenwettbewerb zur Förderung e-mobiler Modellvorhaben in ländlichen Städten und Gemeinden.

Von den eingegangenen Anträgen mit teilweise sehr innovativen und originellen Projektvorschlägen sind insgesamt 20 von einer Fachjury ausgewählt worden. Minister Bonde hat den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und den übrigen Projektverantwortlichen die Förderbescheide mit einem Finanzierungsvolumen von insgesamt 1,5 Millionen Euro am 30. April 2013 in Stuttgart übergeben.

Die Modellvorhaben umfassen unter anderem folgende thematische Ansätze:

  • Bürgerbusse, in denen Senioren, gehandicapte Menschen oder Schüler transportiert werden

  • intermodale Verkehrskonzepte unter Einsatz von Pedelacs und Elektroautos

  • Carsharing-Projekte mit touristischer Ausrichtung und zur Verbesserung der kommunalen Nahversorgung unter Einsatz intelligenter IT-Technik

  • Ergänzung des ÖPNV mit Elektro-Ruftaxis und anderen flexiblen Bediensystemen

  • Verwendung von Minischleppern im kommunalen Bauhof und Friedhof

  • Einsatz eines Elektroautos zur praxisgerechten Ausbildung zukünftiger Mechatroniker und Autoelektriker an einem ländlichen Berufsschulzentrum.





(Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg)


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