Baden-Württemberg: Frischer Wind für die Energiewende

04.11.15  10:00 | Artikel: 963213 | News-Artikel (e)

Baden-Württemberg: Frischer Wind für die EnergiewendeDie Eröffnung des Windparks Hardthäuser Wald ist ein weiterer Meilenstein beim Umbau unserer Stromversorgung zu mehr regenerativen Energien. Der derzeit größte Windpark in Baden-Württemberg liefert mit seinen 14 Anlagen sauberen Strom für 26.000 Haushalte. Damit kommt Baden-Württemberg seinem Ziel, bis zum Jahr 2020 zehn Prozent des Stroms aus Windkraft zu gewinnen, ein gutes Stück näher.

Lange lag der Ausbau der Windkraft in Baden-Württemberg im Dornröschenschlaf. Bis zum Regierungswechsel 2011 waren 99 Prozent der Fläche Ausschlussgebiet, auf der keine Windkraftanlagen errichtet werden durften. Die aktuelle Landesregierung hat daher das ganze System neu aufgesetzt und zahlreiche Maßnahmen zur Förderung der Windkraft auf den Weg gebracht. All dies habe zwar mehr Zeit in Anspruch genommen als er es sich anfangs gewünscht hatte. „Aber es hat sich gelohnt, dass wir allen aufkommenden Fragen beharrlich und gründlich nachgegangen sind und somit für mehr Rechtssicherheit gesorgt haben“, sagt Umweltminister Untersteller rückblickend.

Akzeptanz durch Beteiligung

Um Bürgerinnen und Bürger der Region möglichst intensiv einzubinden, ist für den Windpark Harthäuser Wald ein besonderes Beteiligungsmodell gewählt worden. Dieses Modell, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann, zeichne sich durch seine große Bürgernähe aus: „Alle, die sich für das Gelingen der Energiewende einsetzen wollen, können sich in eigens gegründeten Bürgerenergiegenossenschaften an diesem Windpark beteiligen. Der Nutzen sauberer Energie und die Wertschöpfung bleiben damit in der Region. Das ist ein hervorragendes Beispiel für die Energiewende von Bürgerinnen und Bürgern für Bürgerinnen und Bürger.“

Moderne, leistungsstarke Windkraftanlagen lassen sich nicht verstecken. Daher legt die Landesregierung generell bei Windkraftprojekten besonderen Wert auf eine transparente Beteiligung der Menschen vor Ort. Die Bürgerinnen und Bürger sollen bei der Planung und beim Bau der Windkraftanlagen so früh wie möglich beteiligen können. Über den Beteiligungsprozess hinaus besteht für die Bürgerinnen und Bürger zudem die Möglichkeit, sich bei Projekten etwa über Bürgerenergiegenossenschaften finanziell zu beteiligen. Die landeseigene L-Bank hat lokale Initiativen zur Nutzung von Windenergie mit ihrem Programm „Neue Energien – Bürgerwindparks“ bereits mit günstigen Darlehen in Höhe von über 77 Millionen Euro unterstützt.

Pressemitteilung: Eröffnung Windpark Hardthäuser Wald
Interaktive Zwischenbilanz: Nachhaltiges Baden-Württemberg




(Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg)


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