Wie im Kino: Telekom bietet Wanzensuche für Unternehmen

03.11.15  10:04 | Artikel: 963208 | News-Artikel (e)

Wie im Kino: Telekom bietet Wanzensuche für Unternehmen

  • Industriespionage verursacht Milliardenschaden
  • Telekom-Spezialisten untersuchen Büros und Konferenzräume

Keine Chance für Wanzen: Die Telekom hilft Unternehmen, sich gegen Lauschangriffe zu wappnen und so sensible Informationen zu schützen. Spezialisierte Techniker überprüfen Büros und Konferenzräume auf Abhörtechnik und Schwachstellen. Sie scannen sensible Räume mit neuesten Geräten. So röntgen sie etwa harmlos ausschauende Kaffeekannen, Telefonspinnen und PC-Mäuse. Sie nehmen USB-Sticks, Steckdosen und Kabel unter die Lupe, suchen mit ausfahrbaren und endoskopischen Kameras in Hohlräumen und messen Funkfrequenzen, um heimliche Sender zu orten. Auch ungesicherte DECT-Anlagen spüren sie auf.

„Der Fokus liegt bei diesem Service auf dem gesprochenen Wort“ sagt Frank Eckhardt, Leiter der Lauschabwehr. Industriespione platzieren in Büros oder Konferenzräumen zum Beispiel SIM-Karten mit Funktechnik, etwa in PC-Mäusen. Die Methoden der Angreifer werden immer ausgefeilter. Auch aus großer Entfernung nehmen sie etwa via Laser durch Fensterglas akustische Schwingungen auf und können damit von außen Gespräche abhören.

Nach Schätzungen des Bundesinnenministeriums verursacht Wirtschafts- und Industriespionage allein in Deutschland einen Schaden von über 50 Milliarden Euro pro Jahr. Durch eine hohe Dunkelziffer nicht bekannter Fälle dürfte der tatsächliche Schaden noch um ein vielfaches höher liegen. Nur knapp die Hälfte (49 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland verfügt über ein Notfallmanagement bei digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl. Das geht aus einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Verbandes BITKOM unter 1.074 Unternehmen hervor.


Anmerkung der Redaktion:
Scannen, Röntgen und der Einsatz von endoskopischen Kameras kostet Geld. Leider macht die Telekom auf keiner Website irgendwelche marginalen Angaben zu Preisen.
Vermutlich darf man davon ausgehen, dass kleine Mittelständler - die den Schutzbedarf durchaus haben - sich diesen Service nicht leisten können.





(Quelle: Deutsche Telekom)


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