Experten-Tipps rund um E-Bike Akkus

29.10.15  14:00 | Artikel: 963200 | News-Artikel (Red)

Experten-Tipps rund um E-Bike AkkusDas beste E-Bike ist nichts wert ohne den richtigen Akku, denn er liefert nun mal die notwendige Energie, um die Räder anzutreiben. Wer sich in einschlägigen Fachgeschäften und im Internet umschaut, wird schnell merken: Die Auswahl ist groß - aber nicht alle Akkus sind qualitativ hochwertig. Wie erkennt man also gute E-Bike Akkus? Und vor allem: Wie werden sie richtig eingesetzt?

E-Bike Akkus kaufen: Diese Kriterien sind entscheidend

Der Kauf eines neuen Energiespeichers kann ein kompliziertes Projekt werden, wenn man nicht weiß, worauf es ankommt. Die folgende Checkliste macht die Shoppingtour jedoch sehr viel einfacher. Wichtig sind folgende Kriterien:

  • Das chemische System – moderne E-Bike Akkus beinhalten ein Lithium-Ionen-Gemisch. Kommt das eigene Rad damit nicht zurecht, bleiben Nickel-Metallhybrid-, Bleigel-Batterien und Nickel-Kadmium-Akkus als Alternative.
  • Die Anzahl der Ladezyklen – liegt meist bei 500 bis 1.000 Ladevorgängen, bis der Akku ausgetauscht werden muss.
  • Kapazität – angegeben in Wattstunden (Wh) entscheidet maßgeblich über die Reichweite und letztendlich auch über den Preis.
  • Gewicht und Flexibilität – je geringer das Gewicht und je flexibler der Akku (ist er beispielsweise abnehmbar oder fest in das E-Bike integriert?) desto besser.

So lässt sich die Reichweite maximieren

Hochwertige Akkus für Elektroräder schaffen laut Herstellerangaben mehr als 140 Kilometer am Stück. Allerdings nur, wenn auch der Fahrer seinen Beitrag leistet. Im Klartext bedeutet das: Die Ladestrategie und der Fahrstil sollten optimiert werden, um die angegebenen Reichweiten zu erzielen:
  • Akkus altern – und das beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit. Wenn der Winter beginnt und das elektrische Sportgerät eingelagert wird, sollte der Akku herausgenommen und bei einem Ladezustand von rund 30 Prozent in den Winterschlaf gehen. Komplett leere Akkus altern schneller, weshalb ein Minimum von 30 Prozent ein Muss ist. Mehr als 50 Prozent sollten es jedoch auf der anderen Seite auch nicht sein.
  • Regelmäßige Ladezustandskontrollen sind ein Muss, damit die 30 Prozent nicht unterschritten werden.
  • Eine Komplettentladung (auch Tiefentladung genannt) kann den Akku nicht nur irreparabel beschädigen, sondern auch einen Brand auslösen. Die Lagerungsumgebung sollte also (für den Fall der Fälle) frei von Teppich, Holz, Benzinkanistern oder Gasflaschen sein. Ein zusätzlicher Rauchmelder kann im Notfall Leben retten.
  • Normale Raumtemperatur ist ideal, um die Batterien für den Winterschlaf vorzubereiten – Abstand gilt es von „Tipps“, wie der Lagerung im Kühl- oder gar Gefrierschrank zu halten. Das kann den Speicherbaustein beschädigen.

Fazit:

Immer, wenn es um den Umgang mit Energiezellen geht, gelten ein paar Regeln, die es umzusetzen gilt. Nicht nur, weil sie die Lebensdauer verlängern, sondern, weil sie gleichzeitig die Leistung maximieren – oder in diesem Fall die Reichweite. E-Bike Akkus sind da keine Ausnahme. Wer sie richtig lädt, pflegt und nutzt (also den Fahrstil anpasst) hat garantiert noch mehr Spaß auf dem elektrischen Zweirad.





Autor: Christoph Moosbrugger

www.cmoosbrugger.at

Ing. Christoph Moosbrugger betreibt mit großer Leidenschaft und enormer Expertise den Batterienhandel CMoosbrugger mit Sitz in Tirol/Österreich, dessen Inhaber und Geschäftsführer er ist. Geht es um Fragen zu Akkus und Batterien, dann ist man bei ihm bestens aufgehoben.



Themenbereiche:

Elektromobilität

Schlagworte:

E-Bike | Akkus (2) | Batterien (3) | Pflege | Tipps (19)