EEG-Umlage 2016 beträgt 6,354 Cent pro Kilowattstunde

15.10.15  11:18 | Artikel: 963162 | News-Artikel (e)

EEG-Umlage 2016 beträgt 6,354 Cent pro KilowattstundeÜbertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW veröffentlichen EEG-Umlage für 2016 sowie die Mittelfristprognose der erwarteten EE-Einspeisung und des Letztverbrauchs für die Jahre 2016 bis 2020

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben heute die Prognose der 2016 zu erwartenden Einspeisung aus regenerativen Stromerzeugungsanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie die daraus resultierende EEG-Umlage für das Jahr 2016 veröffentlicht. Darüber hinaus wurde die EEG-Mittelfristprognose (EEG-Vorschau) vorgestellt. Sie beinhaltet die wahrscheinliche Entwicklung der Einspeisung aus regenerativen Stromerzeugungsanlagen nach dem EEG für die nächsten fünf Jahre. Gemäß den gesetzlichen Vorgaben werden unter anderem Prognosedaten zur installierten Leistung, der eingespeisten Jahresarbeit, der an die Anlagenbetreiber auszuzahlenden finanziellen Förderung sowie zum Letztverbraucherabsatz veröffentlicht.

Zur EEG-Umlage:

Die Umlage wurde von den Übertragungsnetzbetreibern im Auftrag des Gesetzgebers auf Basis von Prognosen unabhängiger Gutachter ermittelt. Danach ergibt sich für 2016 ein Umlagebetrag von 22,88 Milliarden Euro (im Wesentlichen Vergütungen an Anlagenbetreiber abzüglich Gegenwert durch Börsenerlöse sowie Berücksichtigung EEG-Kontostand und Liquiditätsreserve).

Die Liquiditätsreserve federt Schwankungen auf dem EEG-Konto und deren Auswirkungen auf die Umlage ab. Diese Schwankungen ergeben sich, weil natürlicherweise Abweichungen zwischen der Prognose und der tatsächlichen Einspeisung aus erneuerbaren Energien auftreten. Hierdurch sind Vergütungszahlungen nur schwer kalkulierbar. So führen beispielsweise besonders sonnenreiche Jahre zu einer höheren Vergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen als im Durchschnitt zu erwarten wäre. Mit voranschreitendem Zubau an erneuerbaren Energien nehmen diese Abweichungen zu. Die Liquiditätsreserve liegt 2016 stabil bei zehn Prozent. Ihr Anteil an der EEG-Umlage beträgt rund 0,6 Cent pro Kilowattstunde (ca. 2,3 Milliarden Euro).

Die Ermittlung der EEG-Umlage erfolgte in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur, die den gesetzlichen Auftrag hat, die Ermittlung, Festlegung, Veröffentlichung, Wietergabe der EEG-Umlage und die Vermarktung der EEG-Strommengen zu überwachen sowie die Anforderungen zur Vermarktung zu regeln.

Zur Mittelfristprognose:

Für das Jahr 2020 wird eine installierte Leistung erneuerbarer Energiequellen von knapp 117 Gigawatt (GW) erwartet, wovon ca. 92 % auf Solar- und Windenergie (Solar über 47 GW und Wind über 60 GW) entfallen. Die prognostizierte Jahresarbeit liegt für das Jahr 2020 bei über 217 TWh. Dabei wird davon ausgegangen, dass 2020 ein knappes Viertel der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (knapp 51 TWh) die feste Einspeisevergütung nach den §§ 37 – 38 EEG in Anspruch nehmen wird. Hierfür sind Einspeisevergütungen in Höhe von rund 12,2 Milliarden Euro an die Anlagenbetreiber zu zahlen. Zusätzlich wird mit prognostizierten Erzeugungsmengen von über 162 TWh aus Anlagen in der geförderten Direktvermarktung sowie mit den auf diese Erzeugungsmengen entfallenden Prämienzahlungen von ca. 17,4 Milliarden Euro gerechnet. Außerdem werden für 2020 rund 0,3 TWh für weitere Formen der Direktvermarktung sowie rund 3,9 TWh an Photovoltaik-Erzeugung, die durch die Anlagenbetreiber selbst verbraucht werden, prognostiziert.

Die für die Berechnung notwendigen Werte der EEG-Mittelfristprognose und des umlagepflichtigen Letztverbrauchs wurden im Auftrag der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber von unabhängigen Gutachtern ermittelt.




(Quelle: TenneT Holding B.V.)


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