Flexibilität von Atomkraftwerken

31.08.15  11:07 | Artikel: 962983 | News-Artikel (Red)

Flexibilität von AtomkraftwerkenKeine Angst, bei diesem Beitrag wird keiner zum Strahlemann. Aber blog.stromhaltig möchte der Frage nachgehen, wie flexibel sind eigentlich Kernkraftwerke bei ihrer Erzeugung.

Wir wissen, dass Nachtspeicherheizungen eingeführt wurden, weil man in der Blüte des Atomzeitalters in den Nachtstunden nicht wusste, wie man den überschüssigen Strom loswerden soll. Viele Pumpspeicher wurden gebaut und der Begriff der Grundlast überhaupt erst erfunden. Eine Beobachtung bei den Daten des E.ON Atommeilers im Niedersächsischen Grohnde im August, spornte an, der Frage nach Flexibilität von Atomkraftwerken noch einmal zu betrachten.

Das vorgefertigte Bild war, was der Klimalügendetektor in einem Beitrag recht passend beschreibt:

Komisch, dass Umweltverbände, Wissenschaftler und die Branche der Erneuerbaren Energien das glatte Gegenteil sagen. Erst diese Woche wieder betonte der Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung: „Kernkraftwerke können aufgrund ihrer technischen Eigenschaften nur bedingt zum Lastfolgebetrieb eingesetzt werden, können also die schwankende Einspeisung aus erneuerbaren Energien nicht flexibel genug ergänzen.“

Wichtig ist an dieser Stelle, dass die Anpassung durch einen Redispatch vom Übertragungsnetzbetreiber angewiesen werden – und eine Veränderung des gewünschten Fahrplans der Betreiber ist. Die Kosten, die hierfür entstehen sind von den Stromkunden über die Netzentgelte zu zahlen.

Jetzt die spannende Frage: Sind nur Druckwasserreaktoren flexibel? Wo ist die Quelle der Aussage, dass Kernkraftwerke nicht flexibel Strom erzeugen können?

Zumindest für die letzte Frage gibt es eine Vermutung: Wirtschaftlich ist, wenn nichts geregelt wird. Dieses Dogma hat die Nachtspeicherheizungen nach Deutschland gebracht.




Autor: Thorsten Zoerner

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Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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