Baden-Württemberger zahlen deutschlandweit am wenigsten für Strom

28.08.15  08:30 | Artikel: 962974 | News-Artikel (e)

Baden-Württemberger zahlen deutschlandweit am wenigsten für Strom
Franz Untersteller,
Umweltminister
Baden-Württemberg
©baden-wuerttemberg.de
Das Leipziger Institut für Energie (IE) kommt in seinem jährlichen Energiepreisbericht für Baden-Württemberg zu dem Ergebnis, dass die realen, also um die Inflationsrate bereinigten, Energiepreise auf breiter Front gesunken sind. Private Haushalte und Industrieverbraucher mussten für Erdgas, Öl, Holz, Fernwärme und Benzin 2014 weniger beziehungsweise etwa so viel bezahlen wie 2013. Auch die Börsenstrompreise haben erneut nachgegeben.

Umwelt- und Energieminister Minister Franz Untersteller freute sich zwar darüber, dass der Anstieg der allgemeinen Energiepreise gebremst wurde, er warnte aber auch davor, sich auf diesen Trend nachhaltig zu verlassen: „Wir werden in naher Zukunft wohl keine größeren Preissprünge nach oben bekommen, insbesondere die Preise für Rohstoffe wie Erdgas, Öl und Holz könnten in den nächsten Jahren aber auch wieder anziehen.“

Strompreise
Je nach Stromverbrauch werden in Deutschland und der EU sehr unterschiedliche Industriestrompreise bezahlt. Generell liegen die Preise in Deutschland höher als im europäischen Durchschnitt, wobei die Preise ohne staatlichen Bestandteil unter dem europäischen Niveau liegen.

Mit durchschnittlich 29,8 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) lag der Strompreis für Haushalte in Deutschland etwa 37 Prozent über dem durchschnittlichen Strompreis in Ländern der Europäischen Union. Ursache dafür sind vor allem staatlich veranlasste Preisbestandteile wie Stromsteuer, Netzentgelte und EEG-Umlage.

Für die Wirtschaft rechnet IE inflationsbereinigt mit einer Stagnation bei den Strompreisen. Energieintensive Unternehmen könnten sogar auf eine leichte Preissenkung hoffen. Nominal werde der Bezugspreis von 5,2 ct/KWh heute auf 5,6 ct/KWh im Jahr 2020 steigen.

Eine ähnliche Tendenz sieht das IE auch beim Gaspreis. Ein geringer Anstieg nominal bedeute real bis 2020 sogar eine Preissenkung.

Energiepreisbericht für Baden-Württemberg 2014 (PDF)




(Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg)


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