Neuer Rekord: Stromerzeugung aus Erneuerbarer Energie erreicht punktuell 78%

07.08.15  10:00 | Artikel: 962907 | News-Artikel (e)

Neuer Rekord: Stromerzeugung aus Erneuerbarer Energie erreicht punktuell 78%
BEE Geschäftsführer Dr. Hermann Falk,
Bild: BEE
3Deutschland hat im Juli seinen Rekord für die Stromerzeugung aus Erneuerbarer Energie gebrochen: Am Samstag, den 25. Juli 2015, wurden 78 Prozent des benötigten Stroms aus Solarenergie, Windkraft, Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie gedeckt.

Damit wurde der bisherige Rekord von 73 Prozent (Mai 2014) übertroffen.

"Ursache für diesen Spitzenwert war das perfekte Zusammenspiel der unterschiedlichen Erneuerbaren Technologien: Während im Norden ein Sturmtief für hohe Werte bei der Windkraft gesorgt hat, liefen im Süden die Photovoltaikanlagen bei strahlendem Sonnenschein auf Hochtouren. Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie sorgen darüber hinaus wetter- und zeitunabhängig kontinuierlich für Strom", so Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE).

Der hohe Anteil Erneuerbarer Energien belegt, dass die Netze für die Energiewende bestens gerüstet sind und der Ausbau Erneuerbarer Energie zügig vorangehen kann.

Solaranlagen und Windräder erzeugten im Juli gemeinsam so viel Strom wie nie zuvor, wie aus den Zahlen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) hervorgeht. Sie kamen demnach gemeinsam auf 11,7 Terawattstunden.

Ökostrom hat im ersten Halbjahr 2015 mit 32,5 Prozent zum gesamten Stromverbrauch in Deutschland beigetragen. Der Anstieg basiert maßgeblich auf dem starken Ausbau der Windenergie, gekoppelt mit guten Winderträgen. „Mit knapp 33 Prozent ist der Erneuerbaren-Anteil im Stromsektor so hoch wie nie zuvor, das ist für Klimaschutz und Energiewende eine sehr gute Nachricht“, bekräftigt Falk. „Doch darf das erfreulich gute Ergebnis bei der Windstromerzeugung nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Ausbau bei anderen Erneuerbaren Energien, insbesondere Photovoltaik und Biogas derzeit stark rückläufig ist. Dort werden die von der Politik selbst gesteckten, ohnehin niedrigen Ausbauziele deutlich verfehlt. Handlungsbedarf besteht auch in dem für den Klimaschutz und die deutsche Wirtschaft so wichtigen Heizungsmarkt.“




(Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE))


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