Jeder dritte Deutsche ist offen für selbstfahrende Autos

29.07.15  10:40 | Artikel: 962875 | News-Artikel (e)

Jeder dritte Deutsche ist offen für selbstfahrende Autos
Google selfdriving car
3Bitkom beantwortet Fragen rund um die intelligente Mobilität

Einsteigen, dem Navi das Ziel mitteilen und sich vom Auto hinbringen lassen - dieses Szenario ist bereits heute für viele denkbar: Jeder dritte Deutsche (34 Prozent) kann sich vorstellen, ein selbstfahrendes Auto zu nutzen. Das entspricht 24 Millionen Menschen. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Bei den 14- bis 29-Jährigen sind sogar 41 Prozent aufgeschlossen gegenüber selbstfahrenden Autos, und bei den Befragten ab 65 Jahren sind es immerhin noch 30 Prozent. Zwischen den Geschlechtern gibt es ebenfalls Unterschiede, was die Akzeptanz des vollautomatisierten Fahrens angeht: Bei den Frauen stehen dem 37 Prozent offen gegenüber, bei den Männern sind es 31 Prozent.

"Autonome Fahrzeuge werden schon in absehbarer Zeit unser Straßenbild prägen und den Verkehr revolutionieren", sagt Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer. "Selbstfahrende Autos können die Zahl der Unfälle deutlich reduzieren, sie machen das Autofahren komfortabler, sparen Zeit und schonen Ressourcen."

Was passiert mit den Daten rund um das selbstfahrende Auto?
Es gibt noch zahlreiche offene Fragen, was den Umgang mit den Daten aus dem vernetzten Fahrzeug angeht. Braucht es eine Einwilligung in die Datenverarbeitung durch Mitfahrer? Sollten unterschiedliche Arten von Daten unterschiedlich stark geschützt werden, also fahrzeugbezogene Daten (z.B. die Position) zum Beispiel anders als passagierbezogene Daten (z.B. körperliche Verfassung des Fahrers)? Aus Sicht des Bitkom können mehr Daten beim Autofahren für mehr Sicherheit sorgen. So könnten beispielsweise im Falle eines Auffahrunfalls auf der Autobahn nachfolgende Wagen in Millisekunden gewarnt und so eine Massenkarambolage verhindert werden.

Welche Veränderungen bei Versicherungsarten wird das intelligente Auto mit sich bringen?
Mit der Übergabe der Verantwortung an die Technik werden sich die Risikomodelle, mit denen Versicherungen kalkuliert werden, verändern. Gegebenenfalls sind dann auch andere juristische Personen in der Pflicht als bisher. Die zusätzlichen Daten, etwa über das Fahrverhalten, könnten Versicherungen für maßgeschneiderte Angebote nutzen.

Wie weit ist die Entwicklung fortgeschritten?
Viele Autos werden schon heute serienmäßig mit IT-basierten Assistenzsystemen wie Abstandshalter oder Einparkhilfen ausgeliefert. Alle großen Automobilhersteller, zahlreiche Forschungseinrichtungen sowie IT-Unternehmen entwickeln und erproben derzeit selbstfahrende Autos. Experten gehen davon aus, dass hochautomatisierte Fahrfunktionen vor dem Jahr 2020 verfügbar sein werden.




(Quelle: BITKOM)


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