Hendricks legt Konzept zur Castor-Rückführung vor

24.06.15  09:11 | Artikel: 962809 | News-Artikel (e)

Hendricks legt Konzept zur Castor-Rückführung vor
Über die endgültige Standorte wird das Bundesamt für
Strahlenschutz entscheiden | Foto: BMU/Brigitte Hiss
3Atommüll soll an vier Standorten zwischengelagert werden

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat am Montag ein Gesamtkonzept zur Rückführung der radioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung in Frankreich und England vorgelegt. Danach sollen die 26 Castor-Behälter in einem bundesweit ausgewogenen Verhältnis auf insgesamt vier Zwischenlager verteilt werden.

Zugleich verständigte sich Hendricks mit den deutschen Atomkraftwerksbetreibern auf Eckpunkte zum weiteren Vorgehen. Darin begrüßen die Unternehmen die Vorlage eines Konzeptes durch das BMUB und sagen eine eingehende Prüfung zu. Dabei wollen sie auch die Rücknahme sämtlicher Gerichtsverfahren prüfen, die sie gegen das Verbot weiterer Castor-Transporte nach Gorleben angestrengt hatten. Zunächst sollen sämtliche Verfahren ruhend gestellt werden.

Hendricks sagte, ihre Wahl sei neben Philippsburg auf Biblis, Brokdorf und Isar gefallen, weil diese Standorte sowohl unter technischen, rechtlichen und verfahrensbezogenen Aspekten als auch aus politischer Sicht am besten geeignet seien. "Eine zeitlich gestaffelte und fristgerechte Rückführung der Castoren durch die Energieversorgungunternehmen wird damit ermöglicht." Zudem sei es ein Gebot der Fairness, die Lasten der Atomenergienutzung in einem bundesweit ausgewogenen Verhältnis unter den Bundesländern zu verteilen.

An dem Gespräch mit der Bundesumweltministerin nahmen die Herren Johannes Teyssen (EON), Peter Terium (RWE), Tuomo Hatakka (Vattenfall) und Hans-Josef Zimmer (EnBW) teil.




(Quelle: BMU)


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