Photovoltaik könnte 2030 rund 12 Prozent des europäischen Strombedarfs abdecken - viermal so viel wie noch 2013

12.06.15  08:30 | Artikel: 962760 | News-Artikel (e)

Photovoltaik könnte 2030 rund 12 Prozent des europäischen Strombedarfs abdecken - viermal so viel wie noch 2013Roland Berger-Studie: Photovoltaik wird die Energiebranche gründlich verändern

  • Endkunden können durch Photovoltaik selbst Energie erzeugen
  • Energielandschaft wird zu einem multidirektionalen System
  • Diese Entwicklung gefährdet das Geschäftsmodell der Versorger, schafft aber auch neue Geschäftsmöglichkeiten
  • Aktuell decken traditionelle Energieversorger in Europa weniger als 1 Prozent der installierten Photovoltaik-Kapazität ab
  • Versorger sollten sich vorbereiten, um die großen Wachstumschancen des Photovoltaikmarktes für sich zu nutzen

Die Photovoltaik (PV) ist weltweit ein stabiler Wachstumsmarkt. Allein im vergangenen Jahr stieg die globale Photovoltaik-Kapazität im Vergleich zum Vorjahr um knapp 40 GW; insgesamt beläuft sie sich auf 177 GW. Doch obwohl dieser Markt so schnell wächst, spielen die traditionellen Energieversorger im Bereich der Photovoltaik immer noch eine nur marginale Rolle: Auf sie entfällt in Europa nicht einmal 1 Prozent der installierten Kapazität, so die neue Roland Berger-Studie "Solar PV could be similar to the shale gas disruption for the utitilities industry".

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Versorgungssicherheit: Die starken Leistungsschwankungen der Photovoltaik zwingen Energieanbieter, neue Preismodelle für den Zugang zur Stromversorgung zu entwickeln. Ihre Hauptrolle wird sich daher zunehmend verlagern: von der traditionellen Energielieferung hin zur Abstimmung von Nachfrage und Angebot. So wird sich die Präsenz der Energieanbieter im Handel verstärken, denn hier können sie von ihren langjährigen Kundenbeziehungen profitieren.

Und auch die europäischen Netzbetreiber sollten sich den neuen Marktentwicklungen anpassen. Denn die dezentrale Energieerzeugung verändert den Stromfluss; dies wird dazu führen, dass sich auch Umfang und Form der Stromnetze ändern werden. "Netzbetreiber sollten vor allem die Chancen der Smart Grids für sich ausschöpfen", empfiehlt Henzelmann. "Durch diese intelligenten Stromnetze werden Netzbetreiber den Strommarkt flexibler steuern und ihren Endkunden passende Leistungen anbieten können."

Die Studie können Sie kostenlos herunterladen unter: www.rolandberger.com/pressreleases





(Quelle: Roland Berger Strategy Consultants)


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