BNetzA: Bestätigung des Reservekraftwerksbedarfs

05.05.15  11:36 | Artikel: 962649 | News-Artikel (e)

BNetzA: Bestätigung des ReservekraftwerksbedarfsDie Bundesnetzagentur hat gestern den Netzreservebedarf für die kommenden beiden Winterhalbjahre und für die Langfristperspektive 2019/2020 bestätigt:

  • Für den Winter 2015/2016 beträgt der Reservekraftwerksbedarf mindestens 6.700 Megawatt.

  • Im Jahr 2016/2017 beträgt der Reservekraftwerksbedarf mindestens 6.600 Megawatt.

  • Für das Jahr 2019/2020 beträgt der Reservekraftwerksbedarf 1.600 Megawatt.

Die Übertragungsnetzbetreiber hatten der Bundesnetzagentur fristgerecht am 31. März 2015 ihre Systemanalyse und den daraus resultierenden Reservekraftwerksbedarf zur Bestätigung vorgelegt. Das Vorhalten von Kraftwerksleistung dient der Behebung von kritischen Situationen im Übertragungsnetz, die auf Grund des unzureichenden Netzausbaus entstehen.

In Zeiten hoher Stromnachfrage und gleichzeitig hoher erneuerbarer Erzeugung muss das überlastete Netz durch Abschaltung preiswerter konventioneller Kraftwerke sowie von erneuerbarer Erzeugung und das gleichzeitige Hochfahren teurerer, aber netztechnisch günstiger gelegenen Anlagen stabilisiert werden. Dieser sogenannte Redispatch wird zum Teil mittels am Markt agierender Kraftwerke und in Ergänzung durch in- und ausländische Reservekraftwerke erbracht.

Der Reservebedarf für 2019/2020 wird spätestens im Frühjahr 2019 überprüft. Somit wird sichergestellt, dass in der Zwischenzeit neu hinzugetretene Erkenntnisse bei der Ermittlung des Reservebedarfs berücksichtigt werden können.

Kraftwerksbetreiber sind aufgerufen, bis zum 15.05.2015 gegenüber den Übertragungsnetzbetreibern im Interessenbekundungsverfahren ihr Interesse an der Aufnahme ihrer Anlage in die Netzreserve anzumelden. Auf Grund der sich ändernden Rechtslage ist es auch für potenziell interessierte Betreiber von in Deutschland gelegenen Kraftwerken möglich und ratsam, sich an dem Interessenbekundungsverfahren zu beteiligen. Nach Ablauf der Frist prüfen die Übertragungsnetzbetreiber in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur die Interessensbekundungen und führen entsprechende Vertragsverhandlungen.

Der Bericht wird zeitnah auf der Internetseite der Bundesnetzagentur veröffentlicht.




(Quelle: BNetzA)


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