De-Mail jetzt mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

23.04.15  10:02 | Artikel: 962615 | News-Artikel (e)

De-Mail jetzt mit Ende-zu-Ende-VerschlüsselungStartschuss für Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Die De-Mail-Anbieter Deutsche Telekom, Francotyp-Postalia sowie United Internet mit 1&1, WEB.DE und GMX haben gestern ihr neues, stark vereinfachtes Verschlüsselungsverfahren auf Basis des weltweit anerkannten Standards «Pretty Good Privacy» (PGP) live geschaltet. Damit ist es für De-Mail Nutzer möglich, ganz einfach ohne Vorkenntnisse vertrauliche Nachrichten und Dokumente durchgängig vor Zugriffen Dritter zu schützen.

Der Einsatz von PGP war bisher so komplex, dass lediglich Internet-Experten davon Gebrauch machten. In Summe waren mehr als 40 Schritte mit drei verschiedenen Programmen von der Schlüsselerstellung bis zum Versand und Lesen einer verschlüsselten Mail zu bewältigen. Die De-Mail-Anbieter haben den Prozess jetzt so stark vereinfacht, dass zwei Drittel der Schritte entfallen und der Anwender im Rahmen seiner gewohnten Browser-Umgebung durch den Prozess geführt wird.

Bei einer standardmäßigen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung besteht die Gefahr einer Verbreitung von Schadsoftware, weil die Anbieter komplett verschlüsselte Nachrichten nicht mehr automatisiert auf Viren prüfen können. Hier ist die Eigenverantwortung des Nutzers gefordert, der sich um zusätzliche Sicherungsmechanismen zur Virenfilterung kümmern muss, wenn er seine Nachrichten Ende zu Ende verschlüsselt.

De-Mail Potenzial: Digitalisierung des Briefmarkts

In Deutschland werden pro Jahr zirka 16 Milliarden Papierbriefe verschickt. Damit gehen für Firmen, Behörden und Privatpersonen aufwändige und teure Abläufe einher. Einfache, sichere, nachweisbare und kostensparende Abläufe sollen diese jetzt ersetzen. Daher haben Bund und Privatwirtschaft 2012 den De-Mail-Dienst gestartet. Bis heute hat sich rund eine Million Privatkunden eine persönliche De-Mail-Adresse gesichert.

Das Bundesinnenministerium geht davon aus, dass bis Ende 2015 bis zu 200 Behörden und Einrichtungen des Bundes über De-Mail kommunizieren werden. Auch Bundesländer bereiten die De-Mail-Einführung vor. Ebenso Unternehmen und Kommunen: Die Hälfte der deutschen Großunternehmen, Zehntausende mittelständische Firmen und mehrere Tausend Städte und Gemeinden haben mit den De-Mail-Anbietern Verträge unterzeichnet.




(Quelle: Deutsche Telekom)


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