Franz Alt: Das Endspiel um die Kohle hat begonnen

16.04.15  08:30 | Artikel: 962595 | News-Artikel (Red)

Franz Alt: Das Endspiel um die Kohle hat begonnenDen Befürwortern der alten Kohlewirtschaft ist kein Argument zu doof, um ihr altes Geschäftsmodell aus dem letzten Jahrhundert zu retten: Verdi-Chef Frank Bsirske erklärte an Ostern, mit der von Energieminister Sigmar Gabriel und Angela Merkel geplanten CO2-Steuer auf alte Kohlekraftwerke würden 100.000 Arbeitsplätze verloren gehen.

Die geplante Steuer betrifft aber lediglich die Braunkohleindustrie und hier arbeiten nur noch knapp 20.000 Menschen. Bis heute hat Bsirske keine Erklärung für seine mysteriösen Zahlen nennen können. Fakten spielen offensichtlich keine Rolle, wenn es darum geht, die notwendige Energiewende madig zu machen.

Dass die Energiewende mehr Arbeitsplätze schafft als in der fossil-atomaren Energiewirtschaft verloren gehen, verschweigt ausgerechnet der Gewerkschaftsboss. Wieder einmal fehlt jede gewerkschaftliche Zukunftsperspektive.

In dieser Frage ist die Bevölkerung weiter als ihre Gewerkschaften: 81% der Deutschen sind für einen Kohleausstieg bis 2040 – 35% sogar schon bis 2030. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace.

Greenpeace: Leuchtender Greenpeace-Protest gegen giftige Kohle - Energiesektor für immer größeren Teil der deutschen Quecksilberemissionen verantwortlich. Ein neues Rechtsgutachten unterstreicht, wie dringend die Kraftwerksbetreiber den Quecksilberausstoß ihrer Meiler senken müssen. (Link zum Gutachten:http://gpurl.de/wGFe6)









(Autor: Franz Alt)


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