EPEXSpot: Beibehaltung einer Preiszone 100 Millionen Euro günstiger

25.02.15  09:41 | Artikel: 962420 | News-Artikel (Red)

EPEXSpot: Beibehaltung einer Preiszone 100 Millionen Euro günstigerEine der Entscheidungen/Ideen im Grünbuch zum Strommarktdesign der Energiewende, ist die Aufsplittung von Deutschland in zwei Preiszonen.

In einer Studie hat die EEX und EPEXSpot die Kosten einer Nord/Süd Aufsplittung für die Verbraucher berechnet und kam auf 100 Millionen Euro pro Jahr (Pressemitteilung).

Damit würden die zusätzlichen Kosten der Letztverbraucher bei einer kombinierten Einführung eines dezentralen Leistungsmarktes bei jährlich 240€ je Haushalt summiert. Nicht enthalten sind die Kosten für die Prozesskosten bei der Aufsplittung oder der Implementierung des Marktdesigns.

Die Studie vergleicht die wirtschaftlichen Kosten und den Nutzen einer Aufteilung des deutsch-österreichischen Strommarkts in zwei Gebotszonen. Hierbei wird ein Zielkonflikt sichtbar: Wird die Gebotszone aufgeteilt, können Kosten für eine Veränderung der gemeldeten Kraftwerksfahrpläne – den sogenannten Redispatch – in einigen Fällen gesenkt werden.

Beim Design des Hybridstrommarktes ist von einer weiteren Vergrößerung der Preis/Angebotszonen im europäischen Kontext ausgegangen worden, auch wenn dies nur eine rechnerische Anpassung auf Basis einer Preiskopplung von Regionen ist (vergl. Buch – Seite 18 – “Europäische Integration” ).

In der Vergangenheit hatte blog.stromhaltig wiederholt die Entwicklung der Redispatches in Deutschland untersucht. Erkennbar ist auf dem 30 Tage Rückblick ein deutliche Dispatch-Richtung von Ost nach West. Hierfür entstehen bereits heute Kosten, ohne dass es Konzepte gibt, diese Netzeingriffe zukünftig zu verhindern. Käme es zu einer Aufsplittung in Nord/Süd, so kann man sich leicht ausrechnen, wie die Häufigkeit der Redispatches verdoppelt wird.

Ebenfalls wurden in den vergangenen Jahren ein vermehrtes Aufkommen von grenzüberschreitenden Redispatches beobachtet, erfolgen diese in unterschiedlichen Preiszonen, so bleibt der Grundsatz der wirtschaftlichen Neutralität dieser Eingriffe nicht gewahrt.




Autor: Thorsten Zoerner

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Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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