Sonnenfinsternis am 20. März stellt elektrisches System in Europa vor große Herausforderung

23.02.15  14:15 | Artikel: 962412 | News-Artikel (e)

Sonnenfinsternis am 20. März stellt elektrisches System in Europa vor große HerausforderungDie vier deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW bereiten sich auf die partielle Sonnenfinsternis am 20. März vor. An diesem Tag werden zwischen 9:30 und 12 Uhr bis zu 82 Prozent der Sonne abgedeckt sein.

Aufgrund des hohen Anteils an installierter Photovoltaik-Leistung (PV) in Deutschland – rund 39.000 Megawatt – sowie in Italien und Frankreich stellt die Sonnenfinsternis eine große Herausforderung an das Management des Stromnetzes in Europa dar.

So planen sie, mehr Regelenergie (Minutenreserveleistung, Sekundärregelleistung) für die Zeit der Sonnenfinsternis zu beschaffen und haben dazu vorbereitende Gespräche mit Regelenergieanbietern geführt. Außerdem wurden die Mitarbeiter in den Netzleitstellen und Schaltwarten für diese besondere Situation geschult. Die Besetzung der Warten wird darüber hinaus während der Sonnenfinsternis verstärkt.

Zum Hintergrund:
Am 20. März 2015 wird in ganz Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein. Mit einer in Deutschland sichtbaren Abdeckung der Sonne durch den Mond von bis zu 82 Prozent handelt es sich bei dieser Sonnenfinsternis um ein sehr seltenes Phänomen. Die letzte Sonnenfinsternis, die einen ähnlich hohen Bedeckungsgrad aufwies, fand im Mai 2003 statt, die übernächste wird erst im August 2026 zu beobachten sein.




(Quelle: Amprion GmbH )


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