VKU-Hauptgeschäftsführer Reck bei Minister Gabriel: Versorgungssicherheit darf nicht gefährdet werden

06.02.15  09:15 | Artikel: 962371 | News-Artikel (e)

VKU-Hauptgeschäftsführer Reck bei Minister Gabriel: Versorgungssicherheit darf nicht gefährdet werden
Hans-Joachim Reck
Hauptgeschäftsführer VKU
Bild: VKU
Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) Hans-Joachim Reck hat gestern an einem Spitzengespräch mit Bundeswirtschaftsminister Gabriel und weiteren Vertretern der Energiebranche teilgenommen, bei dem es um die Zukunft des Energiemarkts in Deutschland ging.

Reck betonte dabei noch einmal, dass die Stadtwerke die Einführung eines Kapazitätsmarkts für notwendig hielten, um Versorgungssicherheit für den Industriestandort Deutschland zu gewährleisten. Reck plädierte dafür, den Strommarkt schrittweise weiterzuentwickeln, um den Unternehmen Planungssicherheit zu geben.

Es sei dringend notwendig, jetzt die richtigen Weichen zu stellen. Im ersten Schritt müsse die Kraftwerksreserve weiterentwickelt werden. Dabei gelte es jedoch zu verhindern, dass sich die Reserve über ein verträgliches Maß aufbläht. Daher sollte die Größe der Reserve begrenzt werden. "Eine Reserve könnte bei entsprechender Größe in den Leistungsmarkt umgewandelt werden", so Reck.

Vor diesem Hintergrund fordert der VKU eine schnelle Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWK), diese müsse eine Zukunftssicherungskomponente für Bestandsanlagen enthalten, um erzielte Erfolge nicht zu gefährden. Darüber hinaus soll die Novelle Anreize für den Neubau und die Modernisierung der KWK sowie der Fernwärmeinfrastruktur setzen.

"Nur durch diese schnellen gesetzgeberischen Maßnahmen kann das im Koalitionsvertrag festgeschriebene Ziel von 25 Prozent KWK in der Erzeugung erreicht werden," so Reck. Und weiter: "Die KWK spielt eine zentrale Rolle für die Weiterentwicklung des Wärmemarkts. Mit dem Ausbau der KWK und der Fernwärme können mit wenig Aufwand große Beiträge für den Klimaschutz erzielt werden - und das zu volkswirtschaftlich geringen Kosten."






(Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU))


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