VDMA/BWE: Windenergie an Land 2014: Rekordzubau von 4.750 Megawatt in Deutschland

30.01.15  09:25 | Artikel: 962335 | News-Artikel (e)

VDMA/BWE: Windenergie an Land 2014: Rekordzubau von 4.750 Megawatt in DeutschlandFlächenbereitstellung und Sondereffekte der Vorjahre sind Gründe für das Ausbauvolumen. Höchstwerte auch bei Abbau und Ersatzanlagengeschäft. Gute Positionierung der deutschen Windindustrie auf stark gewachsenem Weltmarkt. Verlässlicher politischer Rahmen für kontinuierlichen Ausbau zum Erreichen der Ziele der Bundesregierung erforderlich.

Die massive Unterstützung der Bundesländer für die Energiewende zeigt ihre Wirkung. Erstmals kann die Branche in Deutschland 4.750 Megawatt an Land neu installieren, wie die Deutsche WindGuard im Auftrag des Bundesverbandes Windenergie e.V. (BWE) und von VDMA Power Systems ermittelte. Dies entspricht einem Wachstum von 58 Prozent gegenüber dem Zubau im Vorjahr (2.998 Megawatt). Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie: „Dies war nur möglich, weil Landesregierungen von Bayern bis Mecklenburg-Vorpommern, vom Saarland bis Schleswig-Holstein unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe in Fukushima seit 2011 neue Flächen für die Nutzung der Windenergie an Land ausgewiesen hatten.“

„Wir sichern der Bundesregierung das Erreichen dieser Ausbauziele zu“, so Hermann Albers und Lars Bondo Krogsgaard, „wenn der Ausbau der Windenergie kontinuierlich vorangeht“. Politik muss jetzt für einen verlässlichen gesetzlichen Rahmen sorgen und insbesondere das Strommarktdesign so ausrichten, dass Flexibilität belohnt wird“, hebt Hermann Albers hervor.

„Für 2015 erwarten wir in Deutschland einen starken Zubau auf einem Niveau von 3.500 bis 4.000 Megawatt netto. Für 2016 sehen wir einen Marktrückgang bleiben aber auf hohem Niveau. Wie die Perspektive ab 2017 aussieht, hängt entscheidend davon ab, wann es zu Ausschreibungen kommt und wie diese gestaltet werden.

Wir begrüßen, dass die Bundesregierung mit der Branche hierzu einen intensiven Austausch führt. Wir wünschen uns, eine sorgfältige Entwicklung des Systemwechsels hin zu einem Ausschreibungsverfahren mit klar definierten Übergangsfristen. Die Ausschreibungen und das neue Strommarktdesign müssen ein Erfolg werden. Etwas anderes können wir uns in Deutschland auch als globaler Technologieführer nicht leisten“, so Lars Bondo Krogsgaard.

Factsheet: Status der Windenergie an Land in Deutschland 2014




(Quelle: Bundesverband Windenergie e.V. (BWE))


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