BWE: Anträge zur Abstandsregelung 10 H in Brandenburg abgelehnt

22.12.14  08:30 | Artikel: 962217 | News-Artikel (e)

BWE: Anträge zur Abstandsregelung 10 H in Brandenburg abgelehntDer Brandenburger Landtag hat am 17.12. die Anträge von CDU, Freien Wählern und AfD zur 10H-Regelung mehrheitlich abgelehnt. Damit wird der umstrittene Vorschlag, pauschal das Zehnfache der Höhe eines Windrads als Abstand zur Wohnbebauung festzusetzen, nicht umgesetzt.

Der BWE hatte im Vorfeld der Parlamentssitzung mit intensiver Informationsarbeit erfolgreich auf die fehlende Notwendigkeit einer solchen Regelung und die Kontraproduktivität für die Ziele der Energiewende in Brandenburg hingewiesen.

In einem Hintergrundpapier machte der BWE-Landesverband Brandenburg klar, dass bei Planungen von Windenergieanlagen sowohl das Bundes-Immissionsschutzgesetz als auch das Baugesetzbuch den rechtlichen Rahmen für den Anwohnerschutz z.B. vor Lärmbelästigung vorgeben.

Auch Umweltverträglichkeitsprüfungen sind Teil dieses über 20 Jahre bewährten Systems. Der von der Opposition geforderte Mindestabstand von 10 H hätte bei modernen Anlagen im Regelfall zu Abständen von 2.000 Metern geführt. In Folge hätte sich die verbleibende Landesfläche für Windräder auf maximal 0,5 Prozent des Landes, ohne Berücksichtigung der bestehenden und bereits in Planung befindlichen Windeignungsflächen, verringert.

So hätte beispielsweise die Planungsregion Uckermark-Barnim weniger als 30 ha Eignungsfläche zur Verfügung gehabt. Für die Erreichung der Landesziele zum Klimaschutz sind jedoch 2% der Landesfläche als Vorranggebiete für Windenergie vorgesehen. Brandenburg ist momentan Windland Nummer 2 in Deutschland, wichtiger Stromlieferant für die Metropole Berlin und deckt seinen Eigenverbrauch schon jetzt zur Hälfte aus Windstrom.




(Quelle: Bundesverband Windenergie e.V. (BWE))


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Windenergie

Schlagworte:

Brandenburg (7) | Abstandsregelung (3) | 10 H | Windrad (11) | Wohnbebauung (6)