Klimafreundliche Energien für die Zukunft

09.12.14  12:00 | Artikel: 962160 | News-Artikel (Red)

Klimafreundliche Energien für die Zukunft Der Klimawandel ist in vollem Gange. Um das gesteckte Ziel einer Begrenzung der globalen Erwärmung zu erreichen, müssen geeignete Maßnahmen getroffen werden. Alternative Energien sollen helfen, den Ausstoß der schädlichen Treibhausgase zu reduzieren.

Aktuelle Klimaziele:

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) haben sich auf konkrete Klimaziele geeinigt. Der Ausstoß an Treibhausgasen soll bis 2020 um 40 Prozent geringer sein als 1990. Auch die Kohlekraftwerke sollen dazu beitragen und die Emission von CO2 um 22 Millionen Tonnen reduzieren. Ein wirklicher Durchbruch kann jedoch nur mit erneuerbaren Energien erzielt werden.

Stand der erneuerbaren Energien:

Erneuerbare Energien sind Alternativen zu Kohle- und Gaskraftwerken, die keine Treibhausgase erzeugen.

Sonnenenergie kann sowohl zur Erwärmung von Wasser als auch zur Stromgewinnung genutzt werden. Solarthermische Anlagen erzeugen Warmwasser direkt. Die Sonne erwärmt einen Wasserkreislauf über ein Solarpanel auf dem Dach. Diese Wärme kann direkt zum Baden oder zur Unterstützung der Heizung genutzt werden. Bei der Photovoltaik wird Sonnenenergie in Strom umgewandelt, der direkt verbraucht oder in das allgemeine Stromnetz eingespeist wird.

Wasserkraft ist schon lange eine alternative Energiequelle, die von großen Reservoirs für das benötigte Wasser, beispielsweise Stauseen, abhängig ist.

Windkraft ist im Norden sehr populär, wo verhältnismäßig viel Wind weht. Dieser Überschuss an Strom muss jedoch Richtung Süden transportiert werden. Die heute vorhandenen Stromtrassen können diese Aufgabe nicht leisten.

Erdwärme nutzt Energie aus dem Boden. Selbst bei -20 Grad Celsius gewinnen moderne Wärmepumpen noch Energie aus der Umgebung. Diese Technik eignet sich für einzelne Häuser, die ihren Heizbedarf aus Erdwärme decken.

Auch Biomasse liefert einen Beitrag zur klimaneutralen Energieerzeugung. Dabei werden fossile Brennstoffe durch nachwachsende Rohstoffe, beispielsweise Biodiesel aus Raps, ersetzt. Zwar wird auch hier Kohlendioxid freigesetzt, dieses wurde allerdings vorher durch den Wachstumsprozess aus der Atmosphäre entnommen, so dass die Bilanz ausgeglichen ist.

Eine Statistik von der Agentur für erneuerbare Energien zeigt, dass in Deutschland bereits 24% des Energieverbrauchs mit diesen alternativen Energien abgedeckt wird.

Das bringt die Zukunft:

Um erneuerbare Energien konkurrenzfähig zu machen, müssen die Kosten weiter sinken. Die Probleme der Verteilung müssen in Zukunft gelöst werden, damit Windstrom Deutschlandweit genutzt werden kann, auch dort, wo gerade kein Wind weht. Dazu sollen in Zukunft neue Leitungen gebaut werden, die für den Transport von Nord nach Süd sorgen werden.

Zur Pufferung von Leistungsspitzen sind auch Elektroautos als Energiespeicher im Gespräch (Vehicle to Grid). Das setzt voraus, dass auch die Elektromobilität in Zukunft vorangetrieben wird. Elektrofahrzeuge hängen üblicherweise nachts an der Ladestation. Ein intelligentes Netzwerk entscheidet, wann die Batterie mit überschüssigem (möglichst günstigem) Strom geladen wird. Wird mehr Energie gebraucht als erzeugt wird, kann das Fahrzeug kurzfristig Strom liefern, und so den Engpass überbrücken.

Vorteile alternativer Energien:

Gerade auch bei privaten Haushalten wachsen erneuerbare Energien und konventionelle Energiekonzepte zusammen. Waren die Gewerke früher zunehmend getrennt, so bietet sich heute immer öfter die sinnvolle Kombination selbst erzeugten Strom oder Wärme in eine neues Heizungskonzept zu integrieren.

Wärmepumpen, Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung oder Warmwasserpufferspeicher ermöglichen neue effiziente Energiesysteme in den eigenen vier Wänden. Dabei sollte sich der Kunde allerdings an einen entsprechenden Fachmann wenden, der auch Kompetenz in beiden Welten besitzt; zu drastisch haben sich die Systeme in den letzten Jahren verändert.

Mittlerweile gibt es genügend Systempartner und Anbieter wie z.B. Stiebel-Eltron oder auch Viessmann, die alle notwendigen Komponenten im Portfolio haben.

Wenn sowieso um die Planung einer neuen Solaranlage geht, dann ist es sinnvoll sich an ein Unternehmen zu wenden, das sämtliche Gewerke koordiniert und transparent gegenüber dem Kunden ist. So kommt es nicht zu Reibungsverlusten, wenn man selbst alles in die Hand nehmen muss. Solche Unternehmen gibt es immer mehr; in der Region Köln ist beispielsweise das SolarEnergie Netzwerk so ein Fachbetrieb.

Übrigens werden alle diese Technologien von der Bundesregierung gefördert. Für Heizungs- und Warmwasseranlagen kann eine Förderung im Rahmen des Marktanreizprogramms 2014 beantragt werden.

Das man sich sogar zwangsweise mit dieser Materie beschäftigen muss, hat sich erst vor ein paar Monaten gezeigt, wenn es in der Familie um das Thema Hausbau geht.

Fazit

Die neuen Formen der Energieerzeugung spielen sich hauptsächlich dezentral ab. Lösungen für den eigenen Haushalt sind schon vorhanden. Für den Gesamt-Strombedarf müssen jedoch noch Lösungen für die Verteilung gefunden werden.



Diverse Textteile © Stiebel Eltron

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Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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