Gabriel rechnet sich Deutschlands Klimaschutz schön

28.11.14  09:14 | Artikel: 962115 | News-Artikel (e)

Gabriel rechnet sich Deutschlands Klimaschutz schönGreenpeace-Studie: Kraftwerke verfehlen die nötige CO2-Reduktion

Die von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) angekündigten CO2-Einsparungen im Kraftwerkssektor reichen nicht aus, um Deutschland sein eigenes Klimaschutzziel erreichen zu lassen.

Eine von Greenpeace beauftragte Kurzstudie des Beratungsunternehmens Ecofys weist nach, dass Deutschlands sein Ziel, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken, nicht mit Sicherheit erreichen wird - trotz zusätzlicher Anstrengungen durch den Aktionsplan Klimaschutz. Gabriels Einsparungen bei den Kraftwerken ist die größte Einzelmaßnahme dieses Aktionsplans, über den das Kabinett am 3. Dezember abstimmt.

"Der Aktionsplan setzt gute Möglichkeiten schlecht um", sagt Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. "Vor allem die besonders klimaschädlichen Kohlekraftwerke sparen nach Gabriels Plänen viel zu wenig CO2 ein."

Kommende Woche beginnt in Peru die UN-Klimakonferenz, die den Weg bereiten soll zu einem neuen Weltklimavertrag. Bereits im Vorfeld hat die Debatte dabei an Dynamik gewonnen. Die beiden weltgrößten CO2-Emittenten USA und China hatten sich vor wenigen Tagen erstmals auf Klimaziele geeinigt.

Deutschland kann diesen Schwung verstärken. Das Mutterland der Energiewende muss beweisen, dass auch eine Industrienation ehrgeizige Klimaschutzziele über das Jahr 2020 hinaus umsetzen kann. Hierzu gehört zwangsläufig ein schrittweiser Kohleausstieg. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, bis 2030 aus der Braunkohle und bis zum Jahr 2040 aus der Kohleverstromung insgesamt auszusteigen.

Studie: Erfüllt Deutschland die Treibhausgas-Emissionsziele 2020?




(Quelle: Greenpeace)


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