Das Stromnetz als Beweis vor Gericht

19.11.14  14:30 | Artikel: 962088 | News-Artikel (Red)

Das Stromnetz als Beweis vor Gericht
Bild: parameciorecords
3Nicht nur bei US-Serien spielt das Kriminallabor eine immer wichtigere Rolle. Bei Deutschen Gerichten wird per Skype die Scheidung vollzogen, und macht vielleicht in Zukunft einen Beweis notwendig, der im Vereinigten Königreich bereits verwendet wird. Das Stromnetz als stiller Zeuge - genauer gesagt die Netzfrequenz.

Das Stromnetz hat in ganz Europa eine Frequenz um die 50 Hertz, gibt man diese auf direkt auf einem Lautsprecher aus, so hört man einen tiefen, konstanten Ton (=50 Hz Brummen).

Die Frequenz ist allerdings nur scheinbar konstant - bei jedem Einschalten eines Verbrauchers (zum Beispiel Licht) geht die Frequenz leicht zurück - beim Ausschalten steigt sie ganz leicht an. Gleiches Spiel - nur in umgekehrter Wirkung - beim Hoch bzw. Runterfahren von Kraftwerken.

Durch die Kopplung der einzelnen Stromnetze im Europäischen Verbundnetz, ist die Frequenz überall gleich. D.h. misst man in Kiel 50,01 Hz - wird man in Traunstein auch 50,01 Hz zum gleichen Zeitpunkt messen.

Im Kriminallabor

Womit auch die Frage geklärt ist, warum das HTML5 Tool hier nicht veröffentlicht wird. Wahrscheinlich ist es ein HOAX, dass es außerhalb eines Labors gelungen ist einen Zeitstempel eindeutig zu identifizieren.

Wer mehr Infos hat, darf sich aber gerne bei der Redaktion melden.





Autor: Thorsten Zoerner

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Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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