Weltklimabericht: Bundesregierung muss jetzt konsequent beim Klimaschutz handeln

03.11.14  09:20 | Artikel: 962041 | News-Artikel (e)

Weltklimabericht: Bundesregierung muss jetzt konsequent beim Klimaschutz handeln
Prof. Dr. Hubert Weiger,
BUND-Vorsitzender
Foto: Julia Puder / BUND
Der Weltklimarat (IPCC) hat gestern in Kopenhagen seinen Synthesebericht aus den drei Klimaberichten seit September 2013 und zwei Sonderberichten zu Extremwetter veröffentlicht. Er gilt als Schlüsselbericht der weltbesten Klimawissenschaftler für politische Entscheider und ist wegweisend für ein globales Klimaabkommen in Paris 2015.

Eindringlicher als zuvor warnen die Wissenschaftler vor der Klimakrise und mahnen zum Handeln. Der Bericht belegt, dass sich das Klima wandelt; hauptverantwortlich dafür ist die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Der BUND sieht in dem Bericht daher auch einen klaren Handlungsauftrag an die Bundesregierung.

"Schriller können die Alarmsignale nicht sein. Es gibt keine Entschuldigung mehr für das Zögern beim Klimaschutz. Je länger wir warten, desto größer werden die Risiken eines unumkehrbaren Klimawandels und umso gravierender die Folgen für die Gesellschaft", kommentierte der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Prof. Dr. Hubert Weiger, den Bericht.

"Sigmar Gabriel hat erkannt, dass jetzt Zeit ist zu handeln. Als Sofortmaßname ist es nötig, zehn Gigawatt an überflüssigen Kohlekraftwerken vom Markt zu nehmen. Dies wäre auch ein Signal an die Gesellschaft, dass alle Politik- und Gesellschaftsbereiche gefordert sind, sich für einen konsequenten Klimaschutz einzusetzen. Wir brauchen jetzt Taten statt Worte", sagte Weiger.

"Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel muss den Vorschlag zur Abschaltung der Kohlekraftwerke unterstützen und darf nicht zulassen, dass er von kurzsichtigen wirtschaftlichen Interessen blockiert wird", so der BUND-Vorsitzende. In der vergangenen Woche war aus Presseberichten ein Vorschlag des Bundeswirtschaftsministeriums bekannt geworden, Stein- und Braunkohlekraftwerke per Verordnung vom Markt zu nehmen. Auch der BUND hatte im August dieses Jahres vorgeschlagen, die ältesten Braunkohlekraftwerke in Deutschland abzuschalten.

Den Braunkohle-Ausstiegsplan des BUND finden Sie im Internet unter: www.bund.net/pdf/laufzeitbegrenzung-kohle




(Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND))


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