bne zu steigenden Netzentgelten: «Zersplitterte Struktur verursacht unnötige Kosten»

23.10.14  08:30 | Artikel: 962012 | News-Artikel (e)

bne zu steigenden Netzentgelten: «Zersplitterte Struktur verursacht unnötige Kosten»
bne-Geschäftsführer Robert Busch
Bild: bne
3Die vielerorts steigenden Netzentgelte werden für die Verbraucher zu einer immer größeren Belastung.

«Die Verteilnetzbetreiber nutzen die für sie günstigen Regelungen und schlagen nun kräftig zu», betont der Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne) Robert Busch.

Der bne kritisiert zudem, dass es für unabhängige Lieferanten immer schwieriger wird, rechtzeitig an verbindliche Angaben zu Entgelten und Umlagen zu kommen und diese den Kunden auszuweisen.

Nach einer aktuellen Stichprobe des Energieanbieters Lichtblick unter 33 Betreibern steigen die Netzentgelte im kommenden Jahr um durchschnittlich 3,5 Prozent, in einigen Gebieten liegt der Aufschlag sogar bei 19 Prozent.

"Wie die Verteilnetzbetreiber mit den üppigen Entgelten umgehen ist dabei nur schwer nachvollziehbar", kritisiert bne-Geschäftsführer Busch. Mittlerweile machen die Abgaben für die Netznutzung fast ein Viertel des Strompreises aus.

Für die unabhängigen Lieferanten ist dabei der zeitliche Wirrwarr bei der Bekanntgabe der verschiedenen Abgaben und Umlagen ein immer größeres Ärgernis. Die Unternehmen müssen die verschiedenen Angaben in ihrer Preiskalkulation berücksichtigen und ihren Kunden rechtzeitig ausweisen.

"Die Lieferanten bekommen die Daten nur Häppchenweise", kritisiert Busch. So hat die Bundesnetzagentur kürzlich sogar verbindliche Fristen für die Bekanntgabe der Umlage nach Paragraph 19 wiederrufen.

"Bei den Netzentgelten nehmen es die Verteilnetzbetreiber ohnehin nicht so genau oder geben zum 15. Oktober nur vorläufige Zahlen bekannt." Aus bne-Sicht sind klare, transparente und verbindliche Vorgaben zur Bekanntgabe der verschiedenen Umlagen und Entgelte zwingend notwendig. "Die Lieferanten können sonst den erst jüngst verschärften Informationspflichten nicht nachkommen", betont bne-Geschäftsführer Busch.




(Quelle: Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne))


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