dena: Stromspeicher müssen zügig ausgebaut werden - aktuelle Debatte greift zu kurz

08.10.14  08:22 | Artikel: 961969 | News-Artikel (e)

dena: Stromspeicher müssen zügig ausgebaut werden - aktuelle Debatte greift zu kurzKohler: "Stromspeicher sind unverzichtbar für die Energiewende"

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) fordert in einem aktuellen Positionspapier, den Ausbau von Stromspeichern zügig voranzutreiben. Pumpspeicher und andere Speichertechnologien können nicht nur kurzfristig Schwankungen in der Stromerzeugung ausgleichen, sondern auch überschüssigen Strom aus Wind- und Solarkraftwerken aufnehmen und später in das System einspeisen. Das macht Stromspeicher zu einem strategisch wichtigen Baustein der Energiewende.

Die dena kritisiert, dass bislang vorgelegte Studien vielfach von idealisierten Rahmenbedingungen ausgehen und Probleme nicht berücksichtigen, die jetzt schon ersichtlich sind, wie zum Beispiel Verzögerungen beim Netzausbau oder bei der Etablierung eines europäischen Strombinnenmarktes.

Gleichzeitig verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage für den Betrieb beispielsweise von Pumpspeichern zusehends. Deshalb muss jetzt eine offensive Diskussion zwischen Politik und Wirtschaft geführt werden, um rechtzeitig verlässliche Rahmenbedingungen für den Ausbau von Stromspeichern zu schaffen.

"Natürlich wird der Ausbau von Speichern auch Geld kosten, wie so vieles in der Energiewende", betont Stephan Kohler. "Aber aus Angst vor eine Kostendebatte dürfen wir das Thema nicht vernachlässigen. Wir brauchen Speicher, um unsere energiepolitischen Ziele zu erreichen. Die Investitionen dienen also dem richtigen Zweck. Das müssen wir jetzt offen und ehrlich ansprechen, sonst gefährden wir auf Dauer die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende."

Das dena-Positionspapier Die Bedeutung von Stromspeichern im Energiesystem zum Herunterladen.




(Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena))


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