Energieintensive Industrie bereichert sich auf Kosten der Bürger - Politik leistet Schützenhilfe

12.09.14  10:00 | Artikel: 961912 | News-Artikel (Red)

Energieintensive Industrie bereichert sich auf Kosten der Bürger -  Politik leistet SchützenhilfeZugegeben, die Überschrift klingt im ersten Moment ein wenig Effekt heischend. Aber eigentlich stimmt die Aussage.

In einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen ist der Strompreis für private Haushalte in Deutschland seit 2008 im Schnitt um 38 Prozent gestiegen. In absoluten Zahlen bedeutet das: von 21,4 Cent auf heute 29,4 Cent pro Kilowattstunde.

Wirtschafts-Staatssekretär Rainer Sontowski erklärte in der gleichen Antwort auch, dass dagegen die Strompreise für die energieintensive Industrie im gleichen Zeitraum um ein Prozent gefallen sind.

Was nichts anderes bedeutet, dass im Laufe der Jahre die Bürger die Umlage für die Industrie mitbezahlt hat. Aber diese Tatsache ist ja schon länger bekannt.

Und genau so oft hört man die Manager der Industrie darüber klagen, wie teuer doch die Strompreise in Deutschland sind und geworden sind.

Es mag - wie ich es schon einmal eingeräumt habe - durchaus Unternehmen geben, die ohne diese Privilegien nicht überlebensfähig sind.

Aber zum Großteil werden diese Unternehmen wohl von geldgeilen Lügnern, Betrügern und man ist fast versucht von Verbrechern zu reden, geführt.

Wieviel Geld muss man verdienen, um sich ein Denkmal dafür setzen zu können, dass man die deutschen Bürger abgezockt hat?

Dazu kommt auch noch die schon lange schwelende Diskussion über überhöhte Manager-Gehälter. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Sind 20 Millionen im Jahr genug? Muss man sich da einschränken? Was zum Geier bedeuten Bodenhaftung und Realität?

Aber im Vergleich zu unseren "gewählten" Volksvertretern sind die Manager eigentlich noch harmlos.
Unsere Herren Politiker hingegen sind eigentlich die wahren Verursacher. Keinen Arsch in der Hose, so gut wie immer keine Ahnung und trotzdem genau so hinter dem Geld her.

Vielleicht tut es dem einen oder anderen Vaterlandsverräter Minister mal gut, über die Art. 56 GG und Art. 64 GG nachzudenken:

"Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde."


Vom Volk ist hier die Rede. Nicht von der Industrie oder dem Kapital.

Meine Damen und Herren: Irgendwann rächt sich das Volk. Fragen Sie mal Ihre Ossi-Chefin.





Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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