BEE: Echte Energiewende nur mit konsequenter Verkehrswende

20.08.14  08:30 | Artikel: 961839 | News-Artikel (e)

BEE: Echte Energiewende nur mit konsequenter Verkehrswende
Bild: Michael Movchin / Mueller felix
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüßt das lang erwartete Elektromobilitätsgesetz, übt aber Kritik an einzelnen Punkten. Zum ersten Entwurf des Gesetzes sagt BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk: «Das Elektromobilitätsgesetz könnte für die deutsche Verkehrspolitik das werden, was das EEG Anfang der 2000er-Jahre für den Strommarkt erreicht hat - ein Paradigmenwechsel, der Schritt für Schritt an Fahrt gewinnen wird.»

Mit dem Elektromobilitätsgesetz, das im Februar 2015 in Kraft treten soll, werden erstmals Elektro- und Hybridfahrzeuge im Straßenverkehr privilegiert. Durch Bevorzugungen beim Parken, bei Parkgebühren und durch Ausnahmen von Zufahrtsbeschränkungen und Durchfahrtverboten will die Bundesregierung ihrem selbstgesteckten Ziel näher kommen und bis 2020 mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen bringen.

Den Vorschlag, die Busspur für Elektroautos freizugeben, wertet der BEE als zwiespältig. "Für Bus und Krankenwagen sieht jeder eine Bevorrechtigung ein. Wenn nun aber hybride SUVs rechts an der Mehrheit vorbeifahren dürfen, wird damit der Akzeptanz der Elektromobilität ein Bärendienst erwiesen", gibt Ruschmeyer zu Bedenken.

Nicht zuletzt fordert der BEE den Aufbau einer flächendeckenden und diskriminierungsfreien Schnellladeinfrastruktur mit Grünstrom. Dies würde neben den vorgesehenen Fördermaßnahmen zu einer schnelleren Verbreitung von Elektroautos führen.




(Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE))


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Energiepolitik | Elektromobilität

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