Hildegard Müller zu Äußerungen von Industrievertretern zu Kapazitätsmechanismen

15.08.14  09:15 | Artikel: 961824 | News-Artikel (e)

Hildegard Müller zu Äußerungen von Industrievertretern zu KapazitätsmechanismenVertreter der Verbände DIHK und BDI haben laut Medienberichten Skepsis gegenüber der Notwendigkeit geäußert, zur Sicherung dringend benötigter Kraftwerkskapazitäten einen Kapazitätsmechanismus einzuführen. Hierzu erklärt Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

"Einige Vertreter der Industrieverbände scheinen die wachsende Dramatik auf dem Kraftwerksmarkt immer noch zu unterschätzen - und das, obwohl ihre Mitgliedsunternehmen auf eine jederzeit sichere Stromversorgung dringend angewiesen sind. Ich habe kein Verständnis dafür, dass trotz der sich abzeichnenden massiven Probleme suggeriert wird, man könne einfach so weitermachen wie bisher. Dies zeugt von einer gefährlichen Leichtfertigkeit im Umgang mit den Energieversorgungsstrukturen und schadet damit dem Wirtschaftsstandort Deutschland.

Mit dem BDEW-Modell wird allerdings ein deutlich höheres Versorgungssicherheitsniveau und eine deutlich verbesserte Zukunftsfestigkeit und Planungssicherheit für Investoren erreicht.

Mittlerweile wurden für 49 Kraftwerke Stilllegungsanträge bei der Bundesnetzagentur gestellt. Das zeigt überdeutlich: Wir haben ein massives und zeitkritisches Problem. Der Gesetzgeber muss wie im Koalitionsvertrag angekündigt die Vorbereitungen für Kapazitätsmärkte treffen, damit wir auf mögliche Engpässe in ein paar Jahren vorbereitet sind."




(Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW))


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Netze | Kraftwerke

Schlagworte:

Kapazitätsmechanismen (2) | Notwendigkeit (3) | Kraftwerksmarkt (2) | Energieversorgungsstrukturen | Marktdesign (15) | Versorgungssicherheitsniveau