Stromerzeugung aus Solar- und Windenergie im ersten Halbjahr 2014

23.07.14  10:12 | Artikel: 961761 | News-Artikel (Red)

Stromerzeugung aus Solar- und Windenergie im ersten Halbjahr 2014Prof. Dr. Bruno Burger vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) stellt regelmäßig aktuelle Daten zur Stromerzeugung aus Solar- und Windenergie zur Verfügung.

Aktuell liegen die Daten für das erste Halbjahr 2014 wieder in einem 185-seitigen Bericht vor. Hier die Zusammenfassung und zwei Diagramme zu Nettostromerzeugung und Erzeugungskapazitäten.

Das erste Halbjahr 2014 war geprägt durch milde Temperaturen und eine hohe Stromproduktion aus Wind- und Solarenergie. Solarenergieanlagen haben ihre Produktion gegenüber dem ersten Halbjahr 2013 um 28% gesteigert, während die Windenergie ca. 19% zulegen konnte. Im Juni haben Solaranlagen doppelt so viel Strom wie Windenergieanlagen produziert.

Gemeinsam produzierten Solar- und Windenergieanlagen im ersten Halbjahr über 45 TWh bzw. ca. 17% der öffentlichen Nettostromerzeugung. Die Erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse produzierten in Summe ca. 81 TWh und einen Anteil von ca. 31% an der öffentlichen Nettostromerzeugung im ersten Halbjahr.

Nettostromerzeugung 1.Halbjahr 2014

Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung einschließlich der Kraftwerke der „Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden“ liegt bei ca. 28%.

Die Stromproduktion aus Kernkraftwerken war konstant und lag auf dem Vorjahresniveau. Braunkohlekraftwerke haben im ersten Halbjahr ca. 4% weniger aus im Rekordjahr 2013 produziert. Die Produktion lag aber auf dem hohen Niveau von 2012 und ca. 5% über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre.

Die Produktion aus Steinkohlekraftwerken war ca. 11% geringer als im Rekordjahr 2013, lag aber auf ähnlicher Höhe wie in den Jahren 2010 bis 2012. Den stärksten Rückgang in der Produktion hatten Gaskraftwerke zu verzeichnen. Sie produzierten im ersten Halbjahr ca. 25% weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang folgt einem länger anhaltenden Trend. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 hat sich die Produktion aus Gaskraftwerken halbiert.

installierte Erzeugungskapazitaeten 07.2014

Die Stromexporte sind im ersten Halbjahr 2014 gegenüber 2013 nochmals stark angestiegen. Im ersten Halbjahr des Rekordjahres 2013 lag der Exportüberschuss in die europäischen Nachbarländer noch bei 14,4 TWh. Im gleichen Zeitraum 2014 waren es bereits ca. 18 TWh.

Wenn dieser Trend bis zum Jahresende anhält, werden wir 2014 nach den Rekorden von 2012 und 2013 einen dritten Rekord in Folge beim Stromexport erzielen. Der Großteil der Exporte fließt in die Niederlande, gefolgt von Österreich, der Schweiz und Polen.

Kompletter Bericht Stromproduktion aus Solar- und Windenergie als PDF


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(Autor: Fraunhofer ISE, Prof. Dr. Bruno Burger | Björn-Lars Kuhn)


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Energiepolitik | Statistik

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