BWE: Offshore-Windenergie: Ausbau schreitet voran

11.07.14  10:29 | Artikel: 961722 | News-Artikel (e)

BWE: Offshore-Windenergie: Ausbau schreitet voranDie aktuelle Statistik zeigt es: Die erste Ausbaustufe mit etwa 3 Gigawatt bis Ende 2015 läuft mit Hochdruck. Das neue EEG schafft Planungssicherheit auch für die zweite Ausbaustufe bis etwa 6,5 Gigawatt bis 2020. Die Verbände schauen dennoch wachsam nach Berlin.

Der Ausbau von Anlagen und Netz auf See müssen künftig synchron verlaufen. 30 Offshore-Windenergieanlagen mit insgesamt 108 Megawatt Leistung wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres vor der deutschen Küste ans Netz angeschlossen.

Darüber hinaus wurden im ersten Halbjahr 126 Anlagen mit zusammen 542,7 Megawatt errichtet sowie 158 Fundamente installiert. Insgesamt sind in Deutschland 146 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 628,3 Megawatt am Netz. Damit ist eine Offshore-Windenergieleistung von rund 3.300 Megawatt in Bau, fertiggestellt oder bereits am Netz. Das sind mehr als die Hälfte der bis 2020 angestrebten 6.500 Megawatt.

Die Auftraggeber der Statistik sehen die Zukunft der Windenergie auf See vorerst gesichert. Denn mit dem novellierten EEG ist die Investitionssicherheit für die zweite Ausbaustufe wieder hergestellt. Norbert Giese, der als Vorsitzender des VDMA-Lenkungskreises Offshore-Windindustrie und Vorstand der Stiftung Offshore-Windenergie sowie der Windenergie-Agentur WAB gleich drei der im Bereich Offshore-Windenergie aktiven Verbände und Organisationen vertritt:

"Mit der EEG-Novelle hat die Offshore-Branche wieder Planungs- und Investitionssicherheit erhalten. Ein Zeitfenster von einigen Jahren für den weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie wurde damit aufgestoßen. Dazu sind der Offshore-Netz Plan und die Umsetzung der Netzanbindung im Detail flexibel aber investitionsfest zu gestalten und anzuwenden."

Hermann Albers: "Perspektivisch müssen die Unklarheiten zu Fragen von Ausschreibungsmodellen so schnell wie möglich beseitigt werden. Auch muss die Politik Übergangsfristen einräumen, die die lange Umsetzungsdauer von Windenergie-Projekten berücksichtigen." So würde auch die dritte Ausbaustufe nach 2020 nicht gefährdet und der kontinuierliche Ausbau als Voraussetzung zur weiteren Senkung der Kosten sichergestellt.




(Quelle: Bundesverband Windenergie e.V. (BWE))


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