BITKOM: Umwälzungen in der Telekommunikation

11.07.14  09:21 | Artikel: 961721 | News-Artikel (e)

BITKOM: Umwälzungen in der Telekommunikation

  • Es wird weniger telefoniert
  • Trend zu Chats und Videotelefonie per Web

Das Kommunikationsverhalten verändert sich. Es wird weniger telefoniert, dafür werden Messaging-Dienste, Chats und Video-Telefonate stärker genutzt. Im vergangenen Jahr sank die Summe aller abgehenden Telefonate im Festnetz und Mobilfunk erneut um 1,4 Prozent von 283 auf 279 Milliarden Minuten. Dabei gingen die Telefonate im Festnetz um 3 Prozent von 174 auf 169 Milliarden Minuten zurück.

Hingegen konnten die Telefonate im Mobilfunk noch leicht um einen knappen Prozentpunkt von 109 auf 110 Milliarden Minuten zulegen. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von Daten der Bundesnetzagentur. 2010 war mit in Summe 295 Milliarden Minuten abgehender Telefonate das Spitzenjahr der Sprachtelefonie. Seitdem sind die Telefonate im Festnetz und Mobilfunk um insgesamt 5 Prozent zurückgegangen.

Technischer Hintergrund: Der Begriff IP-Telefonie ist zu unterscheiden von Internettelefonie-Applikationen. Gespräche von IP-basierten Telefonanschlüssen werden technisch zwar über das Internet-Protokoll abgewickelt, der Telefon-Anbieter leitet die Gespräche aber unabhängig vom normalen Internet-Verkehr in seinem Netz weiter und kann so grundsätzlich die notwendige Sprachqualität und Sicherheit garantieren. Bei Internettelefonie-Apps wie bei Skype, Facebook, Google Hangout, Apple FaceTime oder Viber ist dies anders: Hier werden die Gespräche als Datenpakete über das öffentliche Internet verschickt.

Zur Methodik: Die Bundesnetzagentur fasst unter Festnetztelefonie die klassischen sowie IP-basierten Telefondienste zusammen. Internet-Telefonie wie Skype oder Viber gehören nicht in diese Kategorie. Die Angaben der Gesprächsminuten beziehen sich nur auf die abgehenden Gespräche. Dabei sind auch Verbindungen in nationale Mobilfunknetze sowie ins Ausland eingerechnet. Die Angaben für das Jahr 2013 beruhen auf einer Schätzung der Bundesnetzagentur.
Zur Verbreitung von Handys hat das Meinungsforschungsinstitut Aris in Zusammenarbeit mit Bitkom Research im Mai 2014 1.004 Personen ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Zur Nutzung von Videotelefonie hat Forsa im Mai 2013 sowie im Februar 2011 im Auftrag des BITKOM 1.004 Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland befragt.




(Quelle: BITKOM)


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