Smart Meter können Stromnetze entlasten und Verteilnetzausbau reduzieren

10.07.14  08:30 | Artikel: 961716 | News-Artikel (e)

Smart Meter können Stromnetze entlasten und Verteilnetzausbau reduzierendena-Studie kalkuliert Kosten für Einführung von intelligenten Zählern und Messsystemen

Intelligente Zähler und Messsysteme, sogenannte Smart Meter, können das Stromnetz in Deutschland entlasten und den Ausbau auf der Verteilnetzebene bis 2030 deutlich reduzieren. Dafür sind erhebliche Investitionen nötig, insbesondere auf Seiten der Netzbetreiber. Die Kosten für die Ausstattung von einer Million Messpunkten liegen zwischen 467 bis 837 Millionen Euro. Dies geht aus einer Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) hervor, die die Kosten, den Nutzen und den regulatorischen Rahmen für die Einführung von Smart Metern aus Sicht der Verteilnetzbetreiber analysiert hat.

„Smart Meter können auf vielfältige Weise zum Erfolg der Energiewende beitragen“, sagt Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. „Vor allem ermöglichen sie es, den Netzbetrieb neu zu organisieren, die Erzeugung und den Verbrauch von Strom optimal aufeinander abzustimmen und so die Integration von erneuerbaren Energien in das Stromsystem zu erleichtern. Dank der Smart-Meter-Studie der dena lassen sich jetzt die Kosten und der Nutzen für Verteilnetzbetreiber genauer abschätzen.“

Die Kosten für die Einführung von Smart Metern können gesenkt werden, wenn die Netzbetreiber die für ihr Netzgebiet beste technische Lösung einsetzen dürfen. Für eine erfolgreiche und vor allem günstige Smart-Meter-Einführung sollte der Gesetzgeber Ziele vorgeben, zum Beispiel wie viele Messgeräte in welchem Zeitraum installiert werden müssen. Für die technische Umsetzung sollte der Gesetzgeber hingegen Spielraum lassen, so dass die Netzbetreiber auch die wirtschaftlich optimale Lösung realisieren können.

Zur Smart-Meter-Studie der dena
Die ausführlichen Analysen und Empfehlungen finden sich in der Zusammenfassung der Studie „Einführung von Smart Meter in Deutschland: Analyse von Rollout-Szenarien und ihrer regulatorischen Implikationen“.

Die dena hat die Erstellung der Studie initiiert und geleitet. Dabei waren folgende Projektpartner beteiligt: AllgäuNetz GmbH & Co. KG, Die Netzwerkpartner n. e. V., DREWAG NETZ GmbH, E.DIS AG, EWE NETZ GmbH, Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH, münsterNETZ GmbH, Netze BW GmbH, RWE Metering GmbH, Stromnetz Berlin GmbH sowie Thüga Aktiengesellschaft.

Als Forschungspartner wurden eingebunden: Ludwig Einhellig (Deloitte & Touche GmbH), Prof. Dr.-Ing. Christian Rehtanz (TU Dortmund/ef. Ruhr), Prof. Dr. Gert Brunekreeft (Jacobs University Bremen).

Zur Projekt-Website mit weiteren Informationen




(Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena))


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