Einigung zur EEG-Reform: Erneuerbare zahlen die Zeche für unflexiblen Kohle- und Atomstrom

25.06.14  09:38 | Artikel: 961650 | News-Artikel (e)

Einigung zur EEG-Reform: Erneuerbare zahlen die Zeche für unflexiblen Kohle- und Atomstrom Bei mehreren strittigen Fragen innerhalb der aktuellen EEG-Reform hat es offenbar eine Einigung gegeben. Marcel Keiffenheim, Leiter Energiepolitik bei Greenpeace Energy kommentiert:

"Die geplanten zusätzlichen Vergütungskürzungen im EEG sind ein Tiefschlag gegen erneuerbare Energien. Der Vorschlag sieht vor, dass Ökostrom-Anlagen künftig gar keine Förderung erhalten sollen, wenn sie mehr als sechs Stunden am Stück negative Preise am Strommarkt erzielen.

Die Produzenten von wertvollem Ökostrom sollen damit die Zeche für die Unflexibilität von Atom- und Kohlekraftwerken zahlen, die mit schmutzigem Strom die Netze verstopfen und bei einem Überangebot ihre Leistung nicht herunterregeln.

Allerdings enthält der neue Vorschlag auch einige Verbesserungen gegenüber den bisherigen Entwürfen. Insbesondere begrüßen wir die geplante Verordnungsermächtigung für ein ökologisches und faires Direktvermarktungsmodell.

Zusammen mit anderen Anbietern hat Greenpeace Energy lange dafür gekämpft, dass Ökostrom aus Deutschland künftig direkt und transparent an Verbraucher weiter vermarktet werden kann. Mit einer Verordnungsermächtigung kann die EEG-Reform nun nachträglich um ein entsprechendes Modell ergänzt werden."




(Quelle: Greenpeace Energy eG)


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Photovoltaik | EEG

Schlagworte:

EEG-Novelle (30) | Bundestag (49) | Solarenergie (44) | Ausbau (80) | Einbruch (5) | Belastungen (8) | Gesetzesentwurf (8)