Editorial: Akute Psychose hat sich zur Pandemie entwickelt! #EEGPedemie

13.06.14  13:00 | Artikel: 961613 | News-Artikel (Red)

Editorial: Akute Psychose hat sich zur Pandemie entwickelt! #EEGPedemieF23 - Akute vorübergehende psychotische Störungen

Da ich kein Alkohol trinke, muss als Ursache für die heutige Berichterstattung ein anderer Grund herhalten. Glaubt Ihr wirklich, dass wir so bekloppt sind?

Durch die Eigenstromerzeugung bleiben immer weniger Zahler, die die größer werdende EEG-Zeche zahlen müssen. (Andreas Mihm bei FAZ)


Demenz ist eine der Ursachen für die Ausbildung von akuten Psychosen. Demenz bringt Vergesslichkeit mit sich, zum Beispiel das Vergessen von kleinen Fakten wie, eine Rentabilitätsanalyse dieser EEG-Zeche auf Eigenstromerzeugung. Weniger als 1 Cent bringt dies pro KWh, eher ein Placebo für die Energieversorger, denen die Konkurrenz im privaten Haus ein Dorn im Auge ist, wie Deutschlandfunk schreibt:

“Das schlägt dem Fass den Boden aus”, schimpft Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. “Es kann doch nicht sein, dass man nun ausgerechnet Klimaschützer finanziell belasten will und förmlich bestrafen will und auf der anderen Seite den Kohlebergbau vollständig von den Kosten der Energiewende befreit.”


Jaja, die nuklear/fossile Geldverbrennung geht weiter… finanziert und ermöglicht durch Ihren Steuerzahler. Ohne Spendenquittung – und ohne Wahlrecht.

Die Unterhändler von Union und SPD sollen sich mit dem Bundeswirtschaftsminister nun darauf verständigt haben, dass der Eigenverbrauch für alle mit 40 Prozent der EEG-Umlage belastet werden soll. Auch die Bagatellgrenze, die bislang bei 10 Kilowatt geplant war, soll fallen. Dies würde besonders die Betreiber von Photovoltaik-Anlagen treffen. (PV-Magazin)


Reizüberflutung! – Unten die Bagatellgrenze streichen – und oben munter befreien. Die kleine Schwarzbrennerrei wird mit einer quasi Sonnensteuer abgestraft und die industrielle Schwarzbrennerrei kommt in den Genuss von Privilegien. Genosse der Bosse!

Etwa 10%-20% des erzeugten Stroms wird bei thermischen Kraftwerken an Ort und Stelle wieder verbraucht, um Pumpen, Kühlung und sonstige Gerätschaften zu betreiben.

Nimmt man die am Montag durch Witterungsbedingt ausgefallenen Braunkohlekraftwerke (blog.stromhaltig berichtete), dann müssten diese bei einer Kapazität von 3,0 GW unter Vollast jede Stunde etwa 300.000 KWh an Eigenverbrauch haben. Ob darin der Betrieb des Braunkohlebaggers inbegriffen ist, sei mal dahingestellt. Macht bei 2,5 Cent eine EEG Mehreinnahme von 7.500 € je Stunde, oder 180.000€ je Tag – oder 65.700.000€ pro Jahr. Das nur von einem sehr kleinen Teil der Privilegierten.

Die kleinen Anlagen sind ein Grund, warum die Netzverluste in Deutschland rückläufig sind. Dezentral erzeugter Strom wird in der Spannungsebene erzeugt, wo er auch verbraucht wird. Photovoltaik Anlagen sind hier die Heilsbringer, nicht nur bei extremen Lagen wie am Pfingstwochenende.

Kommunikationsarmut! Irgendwie ist da doch eine Panne heute passiert? – Sollte das Vorhaben die Bagatellgrenze nicht erst nach der Vorrunde in Brasilien gezündet werden? Mein Tipp war ja, dass im Viertelfinale spätestens die Infrastrukturumlage auf den Tisch kommt.

Das Lithium aus dem Akku beginnt zu wirken….





Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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