BITKOM: Mobilfunktechnik - Von GPRS zu 5G

25.05.14  11:30 | Artikel: 961554 | News-Artikel (e)

BITKOM: Mobilfunktechnik - Von GPRS zu 5G

  • Mobilfunkstandard der fünften Generation soll um 2020 starten
  • Hohe Anforderungen der EU
  • Zahl der UMTS- und LTE-Nutzer um 10 Prozent auf 37 Millionen gestiegen

Die Geschichte der Mobilfunkstandards ist eine Abfolge voller Abkürzungen: GPRS, GSM, UMTS, LTE - um nur die bisherigen vier Grundstandards zu nennen. Dazu kommen Ausbaustufen wie EDGE, HSDPA oder LTE advanced. Seit 2013 sind in Deutschland die ersten Mobilgeräte der vierten Generation auf dem Markt: Long Term Evolution oder kurz: LTE. Die Nachfrage nach schnellen mobilen Datendiensten steigt derzeit schnell.

So hat sich die Zahl der regelmäßigen Nutzer von UMTS und LTE hierzulande um rund 10 Prozent erhöht: von rund 33,6 Millionen zum Jahresende 2012 auf fast 37 Millionen Ende 2013. Forscher und Entwickler arbeiten jedoch bereits mit Hochdruck am Nachfolgestandard, der fünften Generation (5G). „Um das Jahr 2020 werden wir 5G nutzen können. Es wird die Basisinfrastruktur für die intelligenten Netze der Zukunft sein: für Anwendungen rund um Smart Citys, e-Health, Verkehrstelematik und Entertainment“, sagt Johannes Weicksel, Mobilfunkexperte beim Hightech-Verband BITKOM.

Funkzellen mit hohen Frequenzen haben eine begrenzte Reichweite: Die Funkwellen durchdringen Fassaden und Wände schwieriger, aber es sind sehr hohe Übertragungsraten möglich. „Bei 5G wird über die Nutzung unterschiedlicher Frequenzbänder nachgedacht, um sowohl datenintensive Anwendungen im Nahbereich als auch eine Standardversorgung mit rund 100 Mbit/s pro Nutzer an entlegenen Orten zu ermöglichen“, so Weicksel.

Dieses Jahr ist die „5G Infrastructure PPP“ der EU gestartet. Sie ist Teil der EU-Strategie „Horizon 2020“. In einer Public-Private-Partnership (PPP) werden Arbeitskreise aus Forschern, Entwicklern und weiteren Experten koordiniert. Über 800 Unternehmen und Organisationen sind Mitglied und sollen die Standardisierung voranbringen. Dazu gehören TK-Unternehmen und Anwender.

Die EU fördert den mehrjährigen Prozess mit 700 Millionen Euro. Die Industrie bringt innerhalb der PPP den gleichen Betrag ein. Zudem will sie außerhalb der Partnerschaft mehrere Milliarden investieren, um die Ziele der PPP zu erreichen. So sollen europäische Unternehmen mindestens jedes fünfte Patent des neuen weltweiten Standards entwickeln.

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12.03.14: Statistik: Zahl der mobilen Internetnutzer im Jahr 2013 um 43 % gestiegen
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(Quelle: BITKOM)


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