Kein Trend zur sicheren Stromversorgung aus Wind und Sonne

19.05.14  09:22 | Artikel: 961531 | News-Artikel (Red)

Kein Trend zur sicheren Stromversorgung aus Wind und SonneWill man eine Vollversorgung der deutschen Bürger mit Wind und Sonne erreichen, dann hilft es sich die Tage mit der geringsten Einspeisung anzuschauen, denn nur diese Tage können ein Indikator für einen beschleunigten Ausbaukorridor sein.

Rückblickend auf die letzten 12 Monate ergibt sich ein ernüchternes Bild. Die Echtzeit-Analyse der Tagesbilanz für Wind und Sonnenkraft zeigt, dass der Mix aus beiden Energieträger noch immer seinen Minimalwert in diesem Jahr aufzeigt. 11.308 MWh am 21.01.2014 sind ein unbefriedigendes Ergebnis der Energiepolitik der letzten Jahre.

Betrachtet man die Stromerzeugung aus Wind und Sonne gemeinsam, so ist eine Vollversorgung der privaten Stromkunden in greifbarer Nähe. Wir kommen nur nicht näher. Es ist wie die Wanderung zum Watzmannhaus, bei dem man schon am Anfang das Ziel sehen kann.

Es wird immer wieder ein Flaute-Dienstag geben, dann ist es gut, wenn der PV-Ausbau weit genug voran geschritten ist, dass der Erzeugungsabfall abgefedert werden kann. Die existierenden Pumpspeicher sind Braunkohlestrom gebaut worden und sollten in einer EE-Bilanz als Notnagel dienen.

Zum Abschluss sei aber noch gesagt, dass die Deutschen letztes Jahr zu Weihnachten ein besonders ökologisches Geschenk erhalten haben. Innerhalb der letzten 365 Tage war der 24.12.2014 mit 316 GWh der Tag mit der höchsten Einspeisung mit Sonnen- und Windstrom.




Autor: Thorsten Zoerner

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Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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