PWC: Langfristiger Anstieg der EEG-Umlage vorerst gestoppt

08.05.14  10:52 | Artikel: 961493 | News-Artikel (e)

PWC: Langfristiger Anstieg der EEG-Umlage vorerst gestoppt EEG-Umlage, EEG-Umlagekonto, Entlastung, EEG-Novelle

  • PwC-Berechnung: EEG-Umlage sinkt 2015 voraussichtlich auf 6,22 Cent
  • Positives EEG-Umlagekonto sorgt für Entlastung
  • EEG-Novelle bremst mittelfristig den Anstieg der EEG-Umlage


Nach dem jahrelangen Anstieg der Kostenumlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) zeichnet sich eine Stabilisierung der Abgabe für den Ausbau regenerativer Energien ab. Die EEG-Umlage dient dazu, die höheren Vergütungen für regenerative Energien durch die Stromkonsumenten zu finanzieren. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC prognostiziert für das Jahr 2015 eine EEG-Umlage in Höhe von 6,22 Cent pro Kilowattstunde Strom.

Damit wird sie voraussichtlich geringfügig unter dem Wert von 6,24 Cent bleiben, den Verbraucher und Unternehmen im laufenden Jahr bezahlen müssen. Der Grund für die Stabilisierung: Die Einnahmen durch die gegenwärtige EEG-Umlage reichen im Moment aus, um den Ausbau der regenerativen Energien zu finanzieren und sogar noch einen Überschuss zu erwirtschaften.

Auf dem EEG-Umlagekonto, das Einnahmen und Ausgaben für die Einspeisung der erneuerbaren Energien gegenüberstellt, zeichnet sich derzeit eine positive Entwicklung ab. Ende April lag das Konto mit über 1,6 Milliarden Euro im Plus. Im Oktober 2014 wird dann die Höhe der EEG-Umlage für das kommende Jahr festgelegt: "Die finanzielle Ausgangsbasis ist deutlich besser als in den Vorjahren. Im September 2012 lag das Defizit auf dem EEG-Umlagekonto bei 2,6 Milliarden Euro, 2013 waren es 2,2 Milliarden Euro, die durch eine Erhöhung der Umlage im folgenden Jahr wieder ausgeglichen werden mussten.

Ein neuer Referentenentwurf vom 5. Mai 2014, der gestern vom Bundeskabinett verabschiedet wurde, enthält nunmehr auch eine Anpassung der sogenannten "Besonderen Ausgleichsregelung" für stromkosten- und handelsintensive Unternehmen.

Insgesamt ist die Neuregelung sehr komplex und auf den ersten Blick restriktiver als heute.

Allerdings sind umfangreiche Übergangs- und Härtefallbestimmungen vorgesehen, so dass fast alle Unternehmen, die bereits heute unter die Besondere Ausgleichsregelung fallen, auch zukünftig in nahezu gleicher Größenordnung von der EEG-Umlage entlastet bleiben.

Die Entlastung der stromintensiven Industrie dürfte 2015 wie in diesem Jahr bei ungefähr 5,1 Milliarden Euro liegen.

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(Quelle: PWC)


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