Netzentwicklungsplan 2014: Netzausbau für die Energiewende

17.04.14  08:00 | Artikel: 961422 | News-Artikel (e)

Netzentwicklungsplan 2014: Netzausbau für die Energiewende

  • Übertragungsnetzbetreiber übergeben ersten Entwurf von NEP und Offshore-NEP 2014 an Bundesnetzagentur
  • Konsultation läuft bis 28. Mai 2014
  • Genereller Netzausbaubedarf, speziell in Nord-Süd-Richtung, bleibt auch bei aktuellen Zielen der EEG-Reform bestehen
  • Bundesbedarfsplan-Projekte bleiben robuster Kern für Netzausbau
  • Gleichstromkorridore auch bei reduzierten Offshore-Ausbauzielen und Einspeisemanagement von erneuerbaren Energien weiterhin notwendig


Die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben heute den ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) 2014 und des Offshore-Netzentwicklungsplans (Offshore-NEP) 2014 an die Bundesnetzagentur übergeben und auf www.netzentwicklungsplan.de veröffentlicht. Während der heute beginnenden Konsultation beider Pläne können alle Interessierten sechs Wochen lang bis zum 28. Mai 2014 Stellungnahmen abgeben. Rückmeldungen aus der Konsultation fließen in den zweiten Entwurf des NEP und des Offshore-NEP ein.

Die Berechnungen des NEP 2014 zeigen, dass sich im Szenario A 2024 die notwendigen Netzverstärkungen auf Bestandstrassen (Umbeseilung oder Stromkreisauflagen, Neubau einer leistungsfähigeren Leitung in bestehenden Trassen) auf rund 5.300 km belaufen. Der Ausbaubedarf neuer Leitungstrassen liegt in diesem Szenario bei 3.500 km, davon ca. 2.000 km Gleichstromkorridore. Zum Vergleich: Das Volumen des gesamten heutigen Höchstspannungsnetzes in Deutschland liegt bei rund 35.000 km.

Der Ausbaubedarf des Offshorenetzes liegt im Szenario A bei 160 km und 3,7 Gigawatt. Die Anfang 2014 bestätigten Maßnahmen des Offshore-Netzentwicklungsplans 2013 sind nach wie vor erforderlich. Der Vergleich der Ergebnisnetze der Offshore-Netzentwicklungspläne 2013 und 2014 zeigt, dass die Notwendigkeit von Ausbaumaßnahmen auch bei einer Reduzierung der Ausbauziele im Szenariorahmen langfristig gesehen nicht abnimmt, sondern lediglich zeitlich gestreckt wird. Die geplante Neujustierung des EEG bedeutet keine grundsätzliche Umkehr, sondern vielmehr eine zeitliche Streckung der Entwicklung einzelner Erzeugungsarten wie der Offshore-Windkraft. Dadurch verschieben sich einige Netzentwicklungsmaßnahmen ebenfalls zeitlich etwas nach hinten, ohne deswegen obsolet zu werden.

Der Netzausbau ist nicht nur elementare Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Sein Tempo bestimmt auch das Tempo der Energiewende. Wenn er weiterhin hinter der Ausbaugeschwindigkeit der erneuerbaren Erzeu-gungsanlagen zurückbleibt, sind die Ziele der Energiewende und die Versorgungssicherheit gefährdet.

Netzentwicklungsplan und den Offshore-Netzentwicklungsplan 2014 sowie den Sensitivitätsbericht 2014 auf www.netzentwicklungsplan.de




(Quelle: TenneT Holding B.V.)


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