RWE hält an der planmäßigen Fortführung des Braunkohlentagebaus Garzweiler fest

28.03.14  19:15 | Artikel: 961351 | News-Artikel (e)

RWE hält an der planmäßigen Fortführung des Braunkohlentagebaus Garzweiler fest Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat heute in ihrer Stellungnahme die energiepolitische Notwendigkeit des 3. Umsiedlungsabschnitts des Tagebaus Garzweiler II eindeutig bestätigt. RWE hält an der planmäßigen Weiterentwicklung des Tagebaus im Rahmen der genehmigten Abbaugrenzen fest.

Dazu gehört, dass RWE sich im jetzt anstehenden Genehmigungsverfahren bereits verbindlich zur vollständigen Durchführung des 3. Umsiedlungsabschnitts im Tagebau Garzweiler erklärt hatte. Das hatte das Unternehmen der Landesregierung und der Stadt Erkelenz versichert und war Spekulationen über ein vorzeitiges Aus des Tagebaus Garzweiler mit allem Nachdruck entgegengetreten. Weitere Schritte für den geplanten 4. Umsiedlungsabschnitt sind entsprechend dem gestuften Genehmigungsverfahren anschließend anzustoßen.

"Uns ist es wichtig, mit einer klaren und unmissverständlichen Positionierung zur Braunkohle vor allem den von der Umsiedlung betroffenen Menschen in der Region und der Politik ein Höchstmaß an Sicherheit bezüglich unserer unternehmerischen Planungen zu geben", betont Matthias Hartung, Vorstandsvorsitzender der RWE Power AG.

Dass die Landesregierung zum jetzigen Zeitpunkt die langfristige Perspektive des Tagebaus Garzweiler in Frage stellt, ist aus Sicht von RWE unverständlich.

"Wenn die Landesregierung vor dem Hintergrund der Energiewende eine neue Leitentscheidung für den 4. Umsiedlungsabschnitt anstoßen will, dann ist das sinnvoll. Gleichzeitig muss ein solcher Prozess aber ergebnisoffen sein und darf keinerlei Vorfestlegungen beinhalten", so Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der RWE AG. "Bereits heute Ziele zu formulieren, die die Abbaugrenzen für Garzweiler in Frage stellen, halten wir für falsch."

RWE ist überzeugt, dass die Braunkohle noch bis Mitte dieses Jahrhunderts einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten kann. Moderne und flexible Braunkohlenkraftwerke sind gerade in Zeiten der Energiewende unverzichtbare Partner der erneuerbaren Energien.

Als heimischer subventionsfreier Energieträger ist die Braunkohle zudem Garant für eine preiswürdige Stromerzeugung und damit zur Sicherung des Industriestandortes Deutschland. Sie trägt gerade heute dazu bei, dass geopolitische Risiken aus dem Import von Energierohstoffen reduziert werden. Langfristig bietet sie zudem auch Optionen für eine anderweitige stoffliche Verwertung.

Die gesamte Wertschöpfung des Industriezweigs - von der Gewinnung über die Veredlung bis zur Verstromung - bleibt im Land Nordrhein-Westfalen. Das bedeutet Wertschöpfung und Auftragsvergaben in Milliardenhöhe für die heimische Wirtschaft und Sicherheit für etwa 35.000 Arbeitsplätze im Land.




(Quelle: RWE Deutschland AG)


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