TenneT stellt Trassenvariante für den Stromleitungsausbau bei Quickborn vor

19.03.14  08:15 | Artikel: 961300 | News-Artikel (e)

TenneT stellt Trassenvariante für den Stromleitungsausbau bei Quickborn vor

  • Intensiver Dialog bringt anwohnerfreundliche Lösung
  • Quickborn hat Klage zurückgezogen

Bei einem der wichtigen Leitungsbauprojekte der Energiewende, der 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung zwischen Hamburg/Nord und Dollern, haben der Übertragungsnetzbetreiber TenneT, die Stadt Quickborn und die beteiligten Anwohner einen Erfolg erzielt: Nach mehrmonatigen Gesprächen wurde heute in Quickborn eine Trassenvariante präsentiert, die das Schulzentrum Süd und das Elsensee-Gymnasium sowie den Bereich entlang des Peperkamp entlastet. Die Stadt Quickborn hat aufgrund dieser Lösung ihre Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zurückgezogen.

TenneT zeigte sich erfreut, dass diese Kompromisslösung mit Unterstützung der Stadt Quickborn und der beteiligten Grundstückseigentümer möglich wurde. Bei dem Leitungsbauprojekt wird die in dem ca. 30 Kilometer langen Abschnitt von Hamburg/Nord bis Dollern bereits bestehende 220-Kilovolt-Leitung durch eine leistungsstärkere 380-Kilovolt-Leitung ersetzt.

Damit der Übertragungsnetzbetreiber von der Trasse der bereits bestehenden Leitung abweichen kann, müssen nach geltender Rechtslage die Eigentümer der Grundstücke, die bei der neuen Trassenführung erstmalig überspannt werden, ihre Zustimmung geben. Auch nach Genehmigung des Leitungsbauprojekts hatte TenneT immer nach einer gemeinsamen Lösung für die Trassenführung im Be-reich Schulzentrum Süd und Elsensee-Gymnasium gesucht.

Im April 2013 hatte die zuständige Behörde, das Amt für Planfeststellung Energie des Landes Schleswig-Holstein, den Planfeststellungsbeschluss für die Höchstspannungsleitung zwischen Hamburg/Nord und Dollern erlassen und TenneT war mit den ersten Baumaßnahmen gestartet. Mit Rücksicht auf die Klage der Stadt Quickborn gegen den Planfeststellungsbeschluss umfasste der erste Bauabschnitt aber ausschließlich den Bereich zwischen dem Umspannwerk in Kummerfeld und dem Abzweig zur Elbe.

Dadurch gewährleistete TenneT, dass keine die Klagen betreffenden Bereiche im ersten Bauabschnitt berührt werden. Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts wird dieser zunächst wieder in der derzeitigen Spannungsebene (220 Kilovolt) betrieben. Erst nach Fertigstellung der Gesamtmaßnahme wird die Leitung auf 380 Kilovolt betrieben.

Wie wichtig die Einbindung der von dem Leitungsbauprojekt berührten Bürger und Gemeinden in den Planungsprozess ist, zeigt sich an den Leitungsabschnitten im Bereich Kummerfeld und Moorrege: Hier konnte TenneT mit Unterstützung der Kommunen und im gemeinsamen Dialog mit den Anwohnern die Trasse entsprechend den Wünschen vieler Anwohner um bestehende Siedlungsbereiche führen, die bislang von der bestehenden 220-Kilovolt-Leitung gequert wurden.

Das Projekt Hamburg/Nord – Dollern

Das Leitungsbauprojekt Hamburg/Nord – Dollern ist Teil der europäischen Verbindung vom dänischen Kassœ nach Dollern in Niedersachsen und nach dem Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) ein entscheidender Baustein für das Gelingen der Energiewende. Die in diesem Abschnitt bereits bestehende 220-Kilovolt-Leitung wird durch eine wesentlich leistungsstärkere 380-Kilovolt-Leitung ersetzt, um insbesondere den in Schleswig-Holstein erzeugten grünen Strom in die Verbrauchsschwerpunkte im Süden zu transportieren.

Parallel zum Baubeginn treibt TenneT die Planungen auch der übrigen Abschnitte des EnLAG-Vorhabens über Audorf und Flensburg ins dänische Kassö voran.




(Quelle: TenneT Holding B.V.)


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