BWE: Bayern mehrheitlich für Energiewende und Ausbau der Windenergie

26.02.14  10:00 | Artikel: 961246 | News-Artikel (e)

BWE: Bayern mehrheitlich für Energiewende und Ausbau der WindenergieAuf einer Demonstration am Rande des kleinen Parteitags der CSU im bayerischen Bamberg protestierten am 15. Februar Bürger gegen den Kurs von Ministerpräsident Horst Seehofer im Rahmen der Energiewende. Zu der Veranstaltung hatte das bundesweite Kampagnennetzwerk Campact e.V. aufgerufen. Zu den Teilnehmern zählten auch zahlreiche Mitglieder des Bundesverband WindEnergie e.V., unterstützt durch Mitarbeiter aus der Bundesgeschäftsstelle Berlin.

Auf einer Demonstration am Rande des kleinen Parteitags der CSU im bayerischen Bamberg protestierten am 17. Februar Bürger gegen den Kurs von Ministerpräsident Horst Seehofer im Rahmen der Energiewende. Zu der Veranstaltung hatte das bundesweite Kampagnennetzwerk Campact e.V. aufgerufen. Zu den Teilnehmern zählten auch zahlreiche Mitglieder des Bundesverband WindEnergie e.V., unterstützt durch Mitarbeiter aus der Bundesgeschäftsstelle Berlin.

Im Vorfeld hatten sich 200.000 Befürworter der Energiewende in einem Online-Unterschriftenappell dafür ausgesprochen, die Energiewende nicht abzusägen. Horst Seehofer weigerte sich bisher, die Unterschriftenliste persönlich entgegenzunehmen.

Bayern blockiert mit überzogenen Abstandsregelungen den Ausbau der Windenergie und lehnt andererseits den Ausbau von Stromtrassen ab, die nach Abschaltung der Atomkraftwerke Windstrom aus dem Norden der Republik in den Süden transportieren sollen. Ein ökonomisch wie ökologisch unsinniger Kurs, gerade die kostengünstige Windenergie zu bekämpfen. Ein Sprecher von Campact vermutet, dass damit für eine längere Laufzeit von Atomkraftwerken der Boden bereitet werden soll.

Zudem wurden 1.000 Menschen aus Bayern vom 13. bis 17. Februar von TNS Emnid im Auftrag von Campact zur Energiewende befragt. Die Auswertung ergab, dass sich 76 Prozent der Bayern im Gegensatz zu ihrem Ministerpräsidenten für den Ausbau der Windenergie aussprechen. Auch der Neubau einer Stromtrasse für den Transport von Windstrom aus Norddeutschland nach Bayern wird mit 59 Prozent mehrheitlich befürwortet. Neue Trassen für den Transport von Kohlestrom finden jedoch nur bei 18 Prozent der Befragten Zustimmung. Auch nach der Option, den Atomausstieg zu verschieben wurde gefragt. Im Ergebnis halten es nur 31 Prozent für sinnvoll, die Laufzeiten über das Jahr 2022 hinaus zu verlängern.




(Quelle: Bundesverband Windenergie e.V. (BWE))


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