Der PC zu hause verschwindet. Der Server kommt

13.02.14  08:30 | Artikel: 961212 | News-Artikel (Red)

Der PC zu hause verschwindet. Der Server kommt
Auf Internet und eigene Daten
greift man immer mobiler zu.
Das Ende des klassischen PCs?
Die rückläufigen PC Zahlen sind ein erstes Anzeichen. Immer mehr Menschen steigen um vom PC auf das Notebook oder gleich auf einen Tablet Hybriden. Denn immer mehr Daten werden zentral verwaltet. Und im Moment passiert dies noch weitestgehend in der Cloud. Je mehr aber die Tablets und Smartphones dem PC den Rang ablaufen um so bedeutsamer wird es, die Rechenkapazität, die zuvor ein PC bereitgestellt hat, zukünftig zwar noch zur Verfügung zu haben, aber ohne dass neben dem Tablet oder Smartphone noch ein vollwertiger PC existieren müsste.

Meine Prognose geht dahin, dass wir in Zukunft den Einzug von Servern in die Privathaushalte erleben werden. Aber nicht, wie der eine oder andere sich jetzt vor dem geistigen Auge vorstellen mag, kühlschrankgroßen Powermaschinen sondern vielmehr von kleinen, energiesparenden und an den persönlichen Bedarf angepassten Systemen. Für den Poweruser, der auch anspruchsvolle Spiele spielt durchaus mit der Kapazität moderner Spielekonsolen (wenn nicht hier gar zukünftige Konsolengenerationen genau diese Dienste anbieten werden), für den Durchschnittsuser mag ein Server mit den Dimensionen eines Raspberry PI hinreichend sein um Audio und Video zu streamen und Daten bereitzustellen.

Raspberry PI
So klein kann ein vollwertiger
Multimedia Server sein.
Der Raspberry PI
[Foto: Uwe Hauck]
Dieser Server dient dann sowohl als Steuerzentrale für das “Smarthome” als auch als Medienzentrum und NAS Speicher. Mit Tablet, Hybridgerät oder Smartphone kann immer, auch von unterwegs darauf zugegriffen werden und man arbeitet mobil quasi wie zu hause. Erste Konzepte dafür existieren bereits. Bereits existieren WLan Router, die in vielen Bereichen die Dienste eines Servers anbieten, und wir werden hier eine immer weitere Integration erleben.

Letztlich wird so das eigene zu Hause zur Schaltzentrale für den digitalen Nomaden und zum Daten- und Medienspeicher.
Der PC wird dann nur noch aus einem Thin Client mit Monitor bestehen, wenn es ihn überhaupt noch geben muss, angesichts Smart TV, Tablet und Phablet.

Fritz DECT
Die aus dem Internet schalt-
bare Steckdose ist nicht neu.
Aber dass sie taucht mittlerweile
auch beim Durchschnitts-
konsumenten auf.
[Foto: Uwe Hauc]
Bei uns zuhause hat jetzt zum Beispiel ein neuer AVM Router Einzug gehalten. Die Fritzbox 7360 bietet als einen Bestandteil auch Anbindung für Smartphone Komponenten an. Und natürlich, denn ich bin bekennender Geek habe ich mir zum neuen Router gleich die passende DECT Steckdose angeschafft, die zum einen die Verbraucher an der Steckdose misst und auswertbar erfasst. Zum zweiten kann ich aber via Fritzbox die Steckdose entweder automatisch zu bestimmten Zeiten schalten lassen (Urlaubssimulator z.B.) zum anderen auch direkt selbst via Smartphone darauf zugreifen und so zum Beispiel sogar aus der ferne bestimmte Geräte an- oder abschalten.

Und das ist erst der Anfang der Möglichkeiten. Gerade auf Kickstarter drehen sich im Moment einige Projekte um das Smart Home. Das wird für mich neben den Wearable Devices der große Trend der nächsten Jahre.





Autor: Uwe Hauck: Living the Future

www.livingthefuture.de

Uwe Hauck arbeitet als Senior Software Engineer bei einem großen Finanzdienstleister und berät nebenberuflich KMUs zu Arbeitsplatz der Zukunft, Mobile Computing und Social Media und verbloggt seine Erkenntnisse unter www.livingthefuture.de



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