Baden-Württemberg: Ausbau der Windkraft kommt in Schwung

01.02.14  11:00 | Artikel: 961186 | News-Artikel (e)

Baden-Württemberg: Ausbau der Windkraft kommt in SchwungDer Ausbau der Windkraft in Baden-Württemberg geht voran. Im Jahr 2013 gab es 69 Anträge für 227 neue Windenergieanlagen. Und auch die Leistung der an Netz gegangenen Anlagen war doppelt so hoch wie in den Vorjahren. Das zeigt: Die Politik der Landesregierung für mehr Windenergie im Südwesten greifen.

Im vergangenen halben Jahr habe sich die Zahl der Anträge für neue Windkraftanlagen mehr als verdoppelt, sagte Umweltminister Franz Untersteller. Das Ziel, bis zum Jahr 2020 rund zehn Prozent der im Land erzeugten Energie aus Windkraft zu gewinnen, sei zwar „noch lange nicht erreicht“, erklärte der Minister. „Die neuesten Zahlen belegen aber, dass die Maßnahmen der Landesregierung inzwischen eine deutliche Wirkung entfalten.“

Im Jahr 2013 sind in Baden-Württemberg zwölf Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt 34,5 Megawatt in Betrieb genommen worden. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 waren es 13 Anlagen mit einer installierten Leistung von zusammen 19 Megawatt und die neun im Jahr 2011 errichteten Anlagen kommen auf eine installierte Leistung von insgesamt 17 Megawatt.

Mit Blick auf die immer leistungsstärkeren modernen Anlagen erklärte Untersteller: „Die Zahlen verdeutlichen, dass nicht alleine die Anzahl der jährlich neu in Betrieb genommenen Anlagen von Bedeutung ist, denn mit den zwölf in 2013 errichteten Windenergieanlagen wurden beinahe so viel Windkapazitäten zugebaut wie in den Jahren 2012 und 2011 zusammengenommen“. Bei den momentan gängigen Anlagen der 2,5 bis 3 Megawatt-Klasse würde der Zubau der aktuell beantragten Windkraftanlagen zu einem Zuwachs von über 600 Megawatt führen.

Bundesregierung darf Dynamik beim Windkraft-Ausbau nicht ausbremsen

Damit diese Dynamik beim Windkraftausbau nicht von Berlin ausgebremst wird, appellierte Franz Untersteller an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, die im Eckpunktepapier der Bundesregierung für eine Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) vorgesehenen Stichtagregelung zu ändern: Nicht nur die Anlagen, die am 22. Januar 2014 bereits genehmigt waren, sollten die Fördersätze des bisherigen EEG erhalten, sondern auch die Windkraftanlagen, für die an diesem Tag bereits ein förmlicher Genehmigungsantrag gestellt worden war.

„Windkraftprojekte, die jetzt kurz vor ihrer Genehmigung stehen, und davon gibt es im Land einige, haben bereits ein langes Planungs- und Genehmigungsverfahren hinter sich. Die zugrunde liegenden Wirtschaftlichkeitsberechnungen und bereits abgeschlossenen Verträge konnten aber natürlich nur die Vergütungssätze des derzeit noch gültigen EEG berücksichtigen“, erläuterte der Landesumwelt- und Energieminister. Die Bundesregierung dürfe das unverzichtbare Vertrauen der bereits jetzt schon verunsicherten Investoren auf die geltende Rechtslage nicht weiter in Frage stellen.




(Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg)


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