Sylvia Pilarsky-Grosch: Energiewende nicht durch Mutlosigkeit ausbremsen

06.12.13  14:10 | Artikel: 956199 | News-Artikel (e)

Sylvia Pilarsky-Grosch: Energiewende nicht durch Mutlosigkeit ausbremsen
Sylvia Pilarsky-Grosch
Präsidentin des
Bundesverband WindEnergie e.V.
© BWE
Die Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie, Sylvia Pilarsky-Grosch, hat davor gewarnt die Energiewende durch Ausbaukorridore auszubremsen. Die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre habe einen Innovationsschub ausgelöst und müsse fortgesetzt werden.

"Immer deutlich wird, dass wir in erster Linie ein neues Strommarktdesign benötigen, um den Herausforderungen der Energiewende gerecht zu werden. Die fluktuierenden Energien Wind und Sonne gehören in den Mittelpunkt. Um diese herum sind flexible und vor allem lokale Kapazitäten erforderlich. Hier ergeben sich u.a. für Biomasse und Stadtwerke ganz neue Chancen. Hierfür braucht es eine klare politische Weichenstellung.

Der Anteil der Windenergie an Land an der EEG-Umlage von 6,24 Cent im kommenden Jahr beträgt lediglich 0,25 Cent. Windenergie an Land belastet den Verbraucher nicht. Klar ist: Die Umlage muss dringend reformiert werden. Die geringen Kosten der Erneuerbaren Energien müssen für den Verbraucher transparent werden.

Energieblogger: Energiewende nicht verschlafenDie künftige Koalition will anscheinend den Zubau der preiswerten Windenergie an Land massiv begrenzen. Damit würde die Energiewende faktisch beendet. Das Gegenteil ist erforderlich. Wir brauchen den dezentralen Ausbau im ganzen Land. Zum einen lassen sich so die Netzausbaukosten begrenzen. Zum anderen gewährleistet der breit in die Fläche getragene Ausbau die Versorgungssicherheit. Außerdem wachsen so die Chancen über regionale Lösungen erneuerbaren Strom zu speichern.

Um technologischer Taktgeber in der Welt zu bleiben und damit die Erfolge im Export zu sichern, brauchen wir einen funktionierenden Heimatmarkt. Deutschland setzt bei Anlagen, Netzsteuerung und Systemverträglichkeit noch den technischen Maßstab in der Welt. Wir sind in der Windbranche in einer Spitzenposition. Die unterstreicht der Exportanteil von 67 Prozent. 118.000 Arbeitsplätze stehen für eine innovative Branche Made in Germany! Dies darf durch zögerliche und rückwärtsgewandte Schritte nicht gefährdet werden.
Der Bundesverband WindEnergie appelliere an die Mitglieder und die Abgeordneten von CDU/CSU und SPD in Bund und Ländern die von den Menschen mit breiter Mehrheit unterstützte Energiewende fortzuführen", so Sylvia Pilarsky-Grosch.




(Quelle: Bundesverband Windenergie e.V. (BWE))


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