dena-Kongress: Gebäudebereich muss stärker in den Fokus der Energiewende rücken

27.11.13  09:47 | Artikel: 956159 | News-Artikel (e)

dena-Kongress: Gebäudebereich muss stärker in den Fokus der Energiewende rückenIm Kongressmodul «Wie gelingt die Energiewende im Gebäudebereich? Gute Beispiele, Innovationen und Leuchttürme» diskutierten die Referenten am zweiten Tag des dena-Kongresses über die Bedeutung und Potenziale des Gebäudebereichs für die Umsetzung einer erfolgreichen Energiewende.

Oliver Hermes, Vorstandvorsitzender von WILO, forderte hierzu die Stärkung von Energieeffizienzmaßnahmen. Von entscheidender Bedeutung sei es, Energiesysteme zu verbessern und Energieeffizienz zu priorisieren. Herausfordernd sei dabei, das Gleichgewicht von Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit zu garantieren. Als große Chance sehe er die Vorreiterrolle, die Deutschland im globalen Markt einnehmen könne. Der weltweit führende Pumpenhersteller setze schon jetzt auf den proaktiven Pumpenaustausch im Sinne der Energiewende.

Auch Karl-Sebastian Schulte, Geschäftsführer des Unternehmerverbandes des Deutschen Handwerks, stellte in seinem Vortrag heraus, dass das Jahrhundertprojekt Energiewende eine große Chance sei, das aber nur mit Hilfe des Gebäudesektors zum Erfolg geführt werden könne. Dabei seien die Handwerksbetriebe die zentralen Umsetzer von energieeinsparenden Maßnahmen am Gebäude. Der regulatorische Rahmen müsse die Anreize setzen, Verlässlichkeit und Planbarkeit garantieren und dürfe vor allem nicht zu kompliziert sein.

Prof. Dr. Gerhard Hauser, Leiter des Fraunhofer Instituts für Bauphysik, bezeichnete den Gebäudebereich als Zugmaschine der Energiewende. Er stellte in seinem Vortrag die Erfahrungen und Auswertungsergebnisse des Modellprojekts Effizienzhaus Plus vor und prognostizierte, dass es aufgrund seiner Wirtschaftlichkeit zum Standard werden würde.

Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, stellte in seinem Vortrag die neue Kampagne „Die Hauswende“ der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) vor. Die Informations- und Motivationskampagne startet im Januar 2014. Sie soll Hausbesitzern einen besseren Überblick über die energetische Gebäudesanierung ermöglichen und die Suche nach qualifizierten Experten vor Ort vereinfachen. Das besondere der Kampagne sei ihr gewerkeübergreifender Ansatz sowie die Beteiligung von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft.




(Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena))


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