Agora Energiewende: Ausbau der Übertragungsnetze richtig planen

24.10.13  10:20 | Artikel: 956055 | News-Artikel (e)

Agora Energiewende: Ausbau der Übertragungsnetze richtig planenAgora Energiewende hat den mit BET Aachen Methodenvorschlag erarbeiteten Methodenvorschlag zur Planung eines robusten Stromnetzes in den laufenden Konsultationsprozess des Netzentwicklungsplans 2013 eingebracht. Er wurde am 23. Oktober 2013 der Bundesnetzagentur als Stellungnahme zugeschickt.

Im Jahr 2011 wurde von der Bundesnetzagentur und den vier Übertragungsnetzbetreibern 50Hertz, Amprion, TenneT TSO und TransnetBW ein Verfahren zur Netzentwicklungsplanung (NEP) eingeführt. Dort, wo bisher nach Bedarf und ohne bundesweite Koordination einzelne Netzbetreiber ihre Netzplanung durchgeführt haben, steht heute ein gesetzlich verankerter Prozess mit öffentlichen Daten und Bürgerbeteiligung. An dieser öffentlichen Konsultation hat sich Agora Energiewende im Juli 2012 beteiligt und neben vielen anderen eine erste Stellungnahme zum Netzentwicklungsplan 2012 eingereicht. In dieser Stellungnahme wurden sechs Punkte herausgestellt, die in einer künftigen Netzplanung berücksichtigt werden sollten, um einen optimierten Netzausbau zu erhalten. Diese Punkte sind: Einspeisemanagement, Lastmanagement, Berücksichtigung von Speichern, gezielte Standortwahl für neue Kraftwerke und die Berücksichtigung von innovativen Betriebsmitteln im Netz.

In der konkreten Umsetzung der weiteren Planung konnten diese Punkte nicht umgesetzt werden, da sie teilweise den Szenariorahmen 2012 berührten. Durch die Verschränkung der Prozessstufen wurde jedoch auch im Szenariorahmen 2013 keiner der aufgezeigten Punkte mit aufgenommen. Daher hat Agora im August 2012 eine zweite Stellungnahme zum Szenariorahmen 2013 eingereicht. Bisher sind die genannten Alternativen zum Netzausbau nicht ausreichend in den Planungsprozess eingeflossen.

Die Erfahrung aus den vergangenen zwei Jahren zeigt Probleme bei der Nachvollziehbarkeit der Planungsschritte, der Transparenz der Netzdaten und der Einbindung von Öffentlichkeit. Agora Energiewende hat nach den Erkenntnissen aus dem Konsultationsprozess ein Verfahren gesucht, und in Zusammenarbeit mit BET Aachen gefunden, das die vorangehend angesprochenen Schwächen des bestehenden Netzplanungsprozesses weitestgehend beseitigt. In der nunmehr dritten Stellungnahme, die am 23. Oktober an die Bundesnetzagentur geleitet wurde, ist der Methodenvorschlag von BET Aachen und Agora Energiewende ausführlich dargestellt und kann so in den weiteren NEP einfließen.

Stellungnahme Oktober 2013: Stellungnahme zum Netzentwicklungsplan 2013, eingereicht anlässlich der Konsultation der Netzentwicklungspläne und Umweltbericht (PDF 0.38 MB)




(Quelle: Agora Energiewende)


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