dena: Niederlande: Energiewende-Abkommen zu mehr Energieeffizienz und erneuerbarer Energie

11.09.13  11:10 | Artikel: 955945 | News-Artikel (e)

dena: Niederlande: Energiewende-Abkommen zu mehr Energieeffizienz und erneuerbarer Energie Die niederländische Regierung einigte sich am letzten Freitag mit Umwelt- und Branchenverbänden, einer Mehrheit der politischen Parteien und Gewerkschaften auf verbindliche Ziele für den Ausbau von erneuerbaren Energien und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Die Vereinbarung ist das Ergebnis von monatelangen Verhandlungen, geführt durch den holländischen Wirtschafts- und Sozialrat (SER).

Das Reformpaket sieht u.a. vor, bis 2020 einen Anteil erneuerbarer Energien von 14 Prozent an der Stromerzeugung zu erreichen. Bis 2023 werden darüber hinaus bereits 16 Prozent angestrebt. Nach einer vorläufigen Version der Vereinbarung möchte man in den Niederlanden zu diesem Zweck den Zubau von rund sechs bis sieben GW an Windleistung und ein bis zwei Mio. kleineren Photovoltaik-Aufdachanlagen fördern. Die genaue Ausgestaltung dieser Förderung wurde noch nicht bekannt geben.

Eine weitere wichtige Säule des Reformpakets ist das Thema Energieeffizienz. Ein Fonds in Höhe von 600 Mio. Euro soll zum Beispiel zur Verfügung gestellt werden, um Hausbesitzer bei ihren Energieeffizienzmaßnahmen zu fördern. Zudem werden 400 Mio. Euro für Wohnungsbaugesellschaften bereitgestellt, um diese bei der Finanzierung von Effizienzprojekten zu unterstützen.

Mit Energieversorgungsunternehmen ist außerdem vereinbart worden, fünf relativ alte und klimaschädliche Kohlekraftwerke früher als geplant vom Netz zu nehmen. Die ersten drei Kohlekraftwerke werden im Jahr 2016 außer Betrieb gesetzt, die restlichen zwei, die in den 1980er Jahren gebaut wurden, folgen im Jahr 2017.




(Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena))


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